K. Bleispath.

Man begreift hierunter die Verbindung von Bleioxyd mit verschiedenen Säuren, die dessfalsigen Mineralgattungen sind verschieden, meist prismatisch krystallisirt, kommen im Ganzen nur sparsam vor, haben nur ein mineralogisches Interesse. Man unterscheidet besonders a) kohlensaures Bleioxyd von weisser Farbe—Weissbleierz—öfter auch durch Kohle schwarz gefärbt—Schwarzbleierz;—b) phosphor- und arseniksaures Bleioxyd von meist grüner Farbe—Grünbleierz;—chromsaures Bleioxyd von meist rother Farbe, das fast nur in Siberien vorkommt—rothes bleierz.

plombe spatique im Französischen und zwar: blanc-, verd-, rouge, auch carboné-, phosphaté-, chromaté;—im Englischen white-, green-, red lead ore, auch carbone, phosphate, chromate of lead;—blyspath im Schwedischen, hoit blymalm, grön blyspat;—szpat olowiang im Polnischen;—swinzowaja ruda im Russischen, und zwar: belaja-, selenaja-, krasnaja das weisse, grüne, rothe;—onmesz im Magyarischen, und zwar: fejer-, zäl-, veres, das weisse, grüne, rothe.

L. Bleierde.

Derbes und erdiges kohlensaures Bleioxyd.

bly-jord im Schwedischen;—lead earth im Englischen, belland beym Bergmanne;—plombe carbonaté terreux im Französischen;—belowa im Czechischen;—swinzowaja iswesti im Russischen;—onmesz im Magyarischen.


§. 18. Zinn.

A. Das metallische Zinn.

Ein bekanntes leichtflüssiges Metall, welches vorzugsweise aus Indien, England und dem böhmisch-sächsischen Erzgebirge kommt. Es dient besonders zu zinnernem Geschirr, zum Verzinnen von Kupfer und Eisen, zur Fertigung der Bronce u.s.w. Es stehet dem Blei und Zink sehr nahe, daher in mehreren Sprachen diese 3 Metalle durch denselben Gattungsnamen bezeichnet werden. Das in sehr feine Blattchen [Blättchen] geschlagene Zinn heisst stanniol, stagniol, sagnol.