stagno nerato im Italienischen;—estanno vidrioso im Spanischen;—etain oxide im Französischen.
§. 19. Zink.
A. Zinkmetall.
Der metallische Zink ist in seinem Aeussern dem Blei und Zinne ähnlich, ist ein leicht flüssiges Metall, welches sich aber an der Luft nicht oxydirt, leicht mit grünlicher Flamme brennt, indem weisser Rauch (Oxyd) aufsteigt. Die Zinkerze (Blende und Galmey) sind nicht allgemein verbreitet, erscheinen nur an wenigen Punkten bauwürdig, aber manche Kupfererze sind zinkhaltig, und dann wird in der Kupferhütte der Zink beyläufig (durch einen Zinkstuhl) gewonnen, wie es auch im Alterthume in den Kupferhütten von Cypern u.s.w. der Fall war. Eine wichtige Anwendung des Zinkes oder vielmehr des Galmey war stets die zur Fabrication des Messings, wozu es mit Kupfer zusammengeschmolzen wird. Das metallische Zink wird jetzo viel häufiger als früher zu Röhren, zum Decken der Dächer u.s.w. angewendet; Teller und Geschirr wird nicht daraus gemacht, aber kupfernes Geschirr kann man sowohl verzinnen, als verzinken, und letzteres war im griechischen Alterthume der Fall.
ya-yan im Chinesischen (d.i. das zweite Blei) auch tutenag (wie auch der Galmey heisst); kalin ist das Metall, womit die Chinesen ihre Dächer decken, wohl Zink, der in China seit den ältesten Zeiten bekannt war, als Handelsartikel besonders nach Ostindien ausgeführt wurde;—tutenach in Indien (aus dem Chinesischen);—dasta in Bengalen (wie der Galmey);—ditscha im Tibetanischen;—wanga im Sanscrit, auch tshinawanga (d.i. chinesisches Zinn), kuwanga;—kartschini im Persischen (d.i. chinesisches Eisen), nach einer wohl irrigen Conjectur von Hammer-Purgstall soll von der letzten Silbe dieses Wortes der Name Zink herstammen, der erst im 16. Jahrh. von Paracelsus zuerst erwähnt wird;—kalijon, kalicon, talicon im Arabischen (ist wohl das chinesische kalin), auch rhouh tutia (d.i. der Geist, das Metall von tutia Galmey), auch dschöst (was zusammenhängen kann mit dasta in Bengalen, oder ditscha im Tibetanischen);—arare im Amharischen (ist auch Zinn).
ψευδαργυρον der Griechen (d.i. Lugsilber);—stannum der Römer. Der Name ist offenbar keltisch, hängt zusammen mit stan im Gälschen, ystaen im Wälschen, d.i. Zinn, welches aber die Römer mit cassiteron und plumbum album bezeichneten. Was in den Autoren über stannum gesagt wird, passt nur auf unsern Zink, der in den cyprischen Kupferhütten beyläufig aus den zinkhaltigen Kupfererzen gewonnen wurde. Erst im Mittelalter brauchte man stannum für Zinn; hier und bey den Alchemikern scheint für Zink kein bestimmter Name vorzukommen.
zynek im Polnischen, auch schpiaotor;—zinek im Czechischen; wohl ein slawisches Wort, zusammenhängend mit zuna, zunek, zinek, was Aftermetall, Unerz, Unkraut bedeutet, daher wohl zinchum im neuern Latein, seit dem 16. Jahrh. und zink im Teutschen, Schwedischen, Englischen, Französischen, Spanischen, zinko im Italienischen und Portugiesischen, τζιγκον, auch κιγτος im Neugriechischen.
konterfay, conterfeyt, conterfey der alten teutschen Bergleute scheint vorzüglich der Zink gewesen zu seyn, der in den Kupferhütten beyläufig im Zinkstuhle gewonnen wurde; woher der Name stammt, ist unbekannt, aber ein aus Indien bezogenes Metallgemisch aus Zink und Wissmuth soll conterfay oder guntelfer geheissen haben.
spelter im Englischen, in der neuern Zeit auch zink;—speauter, sputer im Französischen, neuerlich auch zinc;—speauter, peauter im Belgischen;—peltre im Spanischen, neuerlich auch zink;—peltro im Italienischen (heisst auch, wie pewter im Englischen, das überzinnte Geschirr);—schpiator im Russischen, neuerlich auch zink;—spiauter im Polnischen, auch contryfall, zynk, polkuszeca;—splauter der alten böhmischen und sächsischen Bergleute, ist eigentlich der Galmey, auch das Zinkmetall;—fattyu, fattyn on im Magyarischen.