galimei, galmeyi im Russischen, zinkowümi zwetani sind die Zinkblumen, das Hüttennichts;—galman, galemon, galmaia im Polnischen (daher mögen wir den Namen Galmey erhalten haben, da in dem polnischen Theil von Schlesien seit ältester Zeit die wichtigsten Galmeygruben waren), auch popiolek von popiol die Asche; hutnych, urewieg, mosiezny ist unser Hüttennichts;—kolmai, auch hobresch im Windischen (Krain);—kalmey im Holländischen;—galmei im Dänischen;—calamina im Spanischen und Portugiesischen;—calamine im Englischen und Französischen;—giallomina, gellamira im Italienischen;—gallemeja, gallmej-jord im Schwedischen;—litunar malmur im Isländischen;—spiauter der alten teutschen Bergleute (wie auch der Zink hiess);—fattyn onmesz im Magyarischen.
§. 20. Spiesglanz oder Antimon.
A. Antimon im Allgemeinen und das regulinische Metall.
Antimon ist ein sehr leicht flüssiges Metall, das sich nur selten gediegen findet, häufig aber geschwefelt—grau spiesglanzerz—aus welchem Erze es leicht ausgesaigert wird; die andern Antimonerze sind bloss mineralogische Seltenheiten, gewähren keinen technischen Nutzen. Das Metall dient zur Reinigung des Goldes von andern Metallen, macht weiche Metalle härter, dient mit Blei legiert zu Buchdrucker-Lettern u.s.w.; das Oxyd—spiesglanzweiss—giebt eine gute Malerfarbe; wichtig ist der medicinische Gebrauch, als goldschwefel, mineralischer kermes u.s.w. Das natürliche Grauspiesglanzerz wenden wir als solches kaum an, aber im Oriente dient es von jeher zum Schwärzen der Augenbraunen.
Das Spiesglanz war wohl stets bekannt; die wissenschaftliche Litteratur desselben und verwandter Körper in neuerer Zeit beginnt mit dem curriculum triumphalis Antimonii oder dem Triumphwagen des Antimons, welches Buch dem Basilius Valentin zugeschrieben wird, aber erst um 1500 verfasst seyn mag, wo zuerst eine Menge chemische Präparate gehörig beschrieben sind, wie Antimonial-, Zink- und Wissmuthverbindungen, arsenige Säure, Salzsäure u.s.w., welches Buch von spätern Schriftstellern viel benutzt wurde.
plumbum der Römer, erst in späterer Zeit bedeutete plumbum ohne Beisatz unser Blei. Welchen Namen die alten Griechen dafür hatten, wissen wir nicht, aber στιμμι war das Spiesglanzerz;—im Mittelalter nannte man es αρης πυρρεψ (weil es den Fluss des Eisens beförderte), ἑρμη ἑπερα (wegen seiner Verbindung mit Quecksilber), ἑρμη στιλβων φωςφορος, auch κοχλος (von cochl im Arabischen;—bey den Alchemikern heisst es plumbum sacrum oder philosophorum, rother Löwe, Wolff, luenech, alcohol (von cohol im Arabischen), alcofol, alciamat, alcafiel (welche letztere Namen auch das Erz bedeuten).
kochala im Chaldäischen;—surme im Persischen (was eigentlich die Augensalbe aus Grauspiesglanzerz ist);—surma im Russischen:—surmik im Czechischen, auch sspikat, sspisglas (was eigentlich das Erz ist);—pisgoltz im Magyarischen.
anthimon im Armenischen;—antimunya, auch rasuch im Arabischen (algaroth ist das weisse Spiesglanzoxyd);—antimonium, antimonio in den meisten neuern Sprachen;—stimme. Ein keltischer Name dafür scheint nicht vorhanden, im Gälschen bezeichnet man es wohl als lethmheinn d.i. Halbmetall.