Die jetzigen Bernsteinhändler sortiren ihre Waare nach der Grässe der Stücke; die vierte Art, wo die Stücke klein sind, unter einem Lothe wiegen, heisst cakon, sakon, tschakon, welche Namen Ähnlichkeit mit sakal haben; es könnte diess eine alte germanische Bezeichnung seyn, die nach Aegypten übertragen wäre.
sachal im Syrischen, nach Plinius auch harpax.
electro, ilectro im Phönizischen;—ηλεκτρον im Griechischen, wohl aus dem Phönizischen, da man durch die Phönizier den Bernstein erhielt; man unterschied: leyk-chry-electron und subalternikon, den weissen, gold- und feuergelben, μακατος scheinen grosse Bernstein-Klumpen gewesen zu seyn. Hiervon stammen unsere Namen: electrisch, Electricität u.s.w.;—electrum der Römer, auch succinum (vielleicht von succus der Saft der Gewächse, weil der Bernstein ein Baumharz ist), man unterschied den weissen (candidum), rothgelben (fulvus) und hochrothen; der myrmecites und cantharius, wird Bernstein mit Insekten gewesen seyn.
sacrium im Alt-Scythischen nach Plinius, aber wahrscheinlich ist dieser Name nicht correct geschrieben, er könnte mit sakal zusammenhängen; Schlözer schlägt vor satrium, was mit sihtars im Lettischen Aehnlichkeit hat.
§. 6. Blaue Gemmen und verwandte Gesteine.
Die wichtigste blaue Gemme ist der Sapphir, die aber mineralogisch nur eine Art des Korund ist (s. oben). Blaue Abänderungen haben auch andere Edelsteine, als der Spinell, Zirkon, Turmalin u.s.w.
A. Unsere Gattung Peliom.
Ein blauer, krystallisirter Edelstein, zuweilen mit einem sternfarbigen Lichtscheine, etwas weicher als Sapphir, diesem sonst höchst ähnlich und erst neuerlichst mineralogisch von ihm getrennt. Bey den Juwelieren heisst der hellere—Wassersapphir, der dunklere—Luchssapphir. Er findet sich in Indien, Siberien, Spanien, Brasilien u.s.w., war den Alten und Orientalen gewiss bekannt, aber nicht vom Sapphir unterschieden.
peliom, dichroite, cordierite, iolite im Französischen und ähnlich in allen neuern Sprachen.