Aus der griechischen Zeit scheinen Opale auf uns gekommen zu seyn, werden wenigstens in manchen Sammlungen von Antiken erwähnt, auch hat man Glasflüsse, dem natürlichen Steine täuschend ähnlich.
Der Name Opal stammt wahrscheinlich aus dem Sanscrit, wo opalo, auch upala überhaupt ein Juwel, kostbarer Stein heisst; nur in Zusammensetzungen ein bestimmtes Mineral (wie nilopala, d.i. blauer, unser Sapphir).
Im Polnischen heisst upala das Feuer; aber daher kann der schon den Römern bekannte Name wohl nicht stammen.
pandumrittika im Sanscrit (d.i. blasse Erde) übersetzt Wilson mit Opal; wadschraba im Bengalischen übersetzt Carey mit the precious opal;—komala, kumala im Malaiischen (vielleicht mit opala verwandt) ist ein Edelstein von ausserordentlicher Schönheit, von Gestalt der Wassermelone, und dem Glanze der Sonne; aber es ist unbekannt, welchen Stein man damit bezeichnete.
οπαλυς, οπαλλιος der Griechen und opalus der Römer kann der Beschreibung nach nur unser Edelopal gewesen seyn, wenn wohl als Fundort vorzugsweise Indien angegeben wird, von woher auch wahrscheinlich der Name kam. Dass man in Griechenland und Aegypten Edelopale hatte, sie auch auf das Vollkommenste in Glas nachmachte, leidet wohl keinen Zweifel. paederos oder paederonta der Römer, der nach Plinius sangenon in Indien, tenites in Aegypten hiess, scheint ein ähnlicher, aber schlechterer Stein gewesen zu seyn; der hexecontholithus des Plinius hatte auch viele Farben, so auch der πανταρβας, den Ctesias erwähnt, über die sich gar keine Conjectur machen lässt.
Im Mittelalter hiess der Edelopal ορφανος, orphanus (vielleicht durch einen Schreibfehler aus opalus entstanden) und im Teutschen (wohl durch Uebersetzung) der Weese, Weise (d.i. vaterlose), Wieselstein, auch Firmamentstein.
Im Italienischen und Portugiesischen nannte man ihn früher auch girasole und scambia, womit eigentlich unser Mondstein und Adular, auch der Sternsapphir bezeichnet wurde.
opal, telköbanykö im Magyarischen;—opalul im Walachischen;—opal nastojaschtschi im Russischen, opal auch in den andern slawischen Sprachen;—opale noble im Französischen;—opalo nobile im Spanischen und Portugiesischen;—opal precious im Englischen.
B. Der Halbopal und Hydrophan.
Der Halbopal, gemeine Opal, Jaspopal ist ein Kieselhydrat ohne Farbenspiel, weiss, gelb, roth, braun, zuweilen mit Holzstructur, ein in gemeinen Opal versteinertes Holz (wood opal im Englischen); er nimmt eine ziemliche Politur an, wird aber doch nur sehr wenig technisch, zu Bijouterie-Gegenständen verwendet. Ob er im Alterthume und Orient benutzt, und wie er genannt wurde, wissen wir nicht.