amothostos, ametestinos im Aethiopischen;—amethystos, im Koptischen. (Aus Aegypten mag der Name zu den Griechen gekommen seyn, von diesen zu den Römern und zu uns);—dschemist im Türkischen, auch dschebellokun, dgebilkon, dschalzagum;—amyethos im Armenischen, mit Granat übersetzt, mag hierher gehören;—amothostos im Syrischen;—αμεθυστος im Griechischen, auch im Neugriechischen.

amethystus der Römer mit mehreren Arten, nach der Intensität der Farbe; die eine Art hiess nach einem indischen Worte (sacon) sacondion, sapenus, auch pharanites.

σοκονδιος hiess im Mittelalter ein Edelstein, der nicht näher characterisirt wird, aber der sacondion des Plinius seyn wird, vielleicht mit sevandi im Ceylonesischen zusammenhängt.

metist, ametist im Russischen;—amatyst, auch upren im Czechischen; ametyst im Polnischen;—ametiszt, közonseges, ametisztus im Magyarischen;—amethnit, amethistu im Walachischen;—amatisto im Italienischen und Spanischen;—ametisto im Portugiesischen;—amethyste im Französischen;—amethyst im Englischen, Schwedischen und übrigen neuern Sprachen.


§. 7. Weisse Gemmen und verwandte Steine.

Hierher stellt man gewöhnlich auch das Katzenauge, das schon oben erwähnt ist.

A. Der Opal, Edelopal.

Er ist ein unkrystallinisches Kieselhydrath, meist von weisser Farbe, ausgezeichnet durch das herrlichste Farbenspiel, das bey keinem andern Mineral derartig vorkommt, daher er ein beliebter Schmuckstein ist. Er spielt mit blauen, gelben, rothen und grünen Farben, kommt nur in kleinen Nieren vor, so, dass ein nussgrosser Stein zu den höchsten Seltenheiten gehört. Er findet sich nicht in Indien, sondern allein in Ungarn bey dem Dorfe Czerwenizka zwischen Kaschan und Eperies, in kleinen Partien eingewachsen in ein porphyrartiges Gestein. Ungarn (sonst Dacia) war in alter Zeit ein cultivirtes, blühendes Land, mit wichtigem Bergbau. Es ist daher nicht unwahrscheinlich, dass vor der römischen Zeit schon die Opalgruben betrieben wurden; aber nachweisen lässt es sich nicht. Der Opal, der sich an ein Paar andern Punkten findet, ist ohne Bedeutung, nur eine mineralogische Seltenheit.

Ob man im Alterthume und Orient den Edelopal gekannt, ihn aus Ungarn bezogen hat, ist zwar wahrscheinlich, aber noch zweifelhaft. Wenigstens im Mittelalter (vermuthlich also auch früher) muss die Opalgräberei hier stark betrieben seyn, ging aber in der spätem Zeit ganz ein, denn der alte ungarische, walachische und moldauische Nationalschmuck der Frauen prangte stets mit den schönsten Opalen, diess ist auch der Fall mit den sehr alten Pocalen und Waffen der dortigen Gegenden. In jenen Zeiten (daher auch wohl früher) werden diese Steine durch griechische Kaufleute nach Asien verführt seyn, und von da kamen sie vielleicht, unter dem Namen der orientalischen Opale, auf andern Wegen nach Europa zurück. Die Opalgräberey hat dann Jahrhunderte hindurch gelegen, war fast ganz in Vergessenheit gekommen; erst seit 1775 begann sie wieder bey Cherwenitza (zwischen Kaschan und Eperies), wird seit 1788 regelmässig betrieben. Jetzo gehen fast alle gewonnenen Opale nach England, man kann sie fast nur von daher erhalten.