lazur im Arabischen;—λαζουριον, λαζουρι der spätern Griechen;—lazurium im mittelalterlichen Latein, auch color graecus;—ultramaro im Spanischen;—ultramarino im Portugiesischen;—outre-mer im Französischen;—ultramarine im Englischen, Schwedischen u.s.w.
C. Unsere Gattung Cyanit, oder Disthène, auch Sapphirspath, Sappare.
Ein krystallisirtes Fossil, meist von schön himmelblauer Farbe, auch weiss und geflammt, in langen rhomboedrischen Prismen, oft durchsichtig, stark glänzend, sehr hart und fast ohnschmelzbar. Aus Indien kommen, wenn auch nicht häufig, geschliffene Cyanite, die man gern für Sapphir verkauft, auch Sapphirspath nennt. In Europa findet er sich weniger schön, in Glimmerschiefer eingewachsen, hat keine technische Anwendung. Den sogenannten blauen Schörl aus Tyrol fixirte Werner 1785 als die Gattung Cyanit, entlehnte den Namen von Cyanos der Griechen, der unser Kupferlasur war. Saussure analysirte das Fossil, und nannte es 1789 Sapparre.
Der Orient und das Alterthum wird den Cyanit gekannt, und wohl mit dem Sapphir (dem nila und jakut) verbunden haben; wir wissen aber nicht, unter welchem speciellen Namen.
disthène der Franzosen, auch saparre, früher beril feullété und schörl bleu;—disteno im Italienischen und Spanischen;—kyanite im Englischen;—kyanit im Schwedischen, Dänischen, früher auch egkö im Magyarischen.
D. Der Amethyst.
Er ist ein violblauer, durchsichtiger, meist krystallisirter Quarz, der viel zu Siegelringsteinen und verschiedenen Schmuckgegenständen dient. Er ist häufig in Indien und Ceylon, wo er von besonderer Schönheit gefunden wird, auch, aber weniger schön, in Europa. Er hat nur geringen Werth.
tsi-chy-yng im Chinesischen;—sevandi im Ceylonesischen;—seandi, scuandi im Malabarischen; pudi und permata-puti heisst ein Edelstein, der wahrscheinlich auch Amethyst ist; zebugaong auf Awa.
dschamschat im Arabischen, auch giamest, dschamsat, dschemeat, gebellecum mit 4 Arten, a) wo lebhaftes Himmelblau und Roth gleichmässig vereiniget sind; b) wo das Rothe vorsticht; c) wo das Blau vorherrscht; d) wo die Farben getheilt sind. Wenn man Wein aus Bechern von diesem Steine trinkt, soll man nicht berauscht werden.
tabheagh, tabhaya im Chaldäischen, auch wird enegla, een egla (d.i. Kalbsauge) mit Amethyst übersetzt;—achlama, ahlama im Hebräischen.