αγηρατος ist nach Galen ein Schleifpulver, womit auch die Frauenschuhe geglättet wurden, von dem wir nichts weiter wissen.

λιθος οστρακιτος der Griechen, und ostracites, ostracias der Römer, wird wohl meist hierher gehören, doch verstand man auch anderes hartes Schleifpulver hierunter.

sümpar im Arabischen.

gaineamb sgaiteah im Gälschen kann hierher gehören;—τριπολη im Neugriechischen;—tripolisifolo im Magyarischen;—tripoli im Französischen, Englischen, Spanischen;—trippel in den nordischen Sprachen;—trepel im Russischen; trupel im Böhmischen.

L. Bergmehl, Kieseljuhr, Mondmilch.

Eine ganz feinerdige, lockere, feuchte Kieselmasse, die sich zum Theil noch jetzo aus microscopischen Infusorien-Panzern bildet (wie seit 1836 Prof. Ehrenberg gezeigt hat), feucht und sehr leicht ist. In Zeiten der Noth dient sie als Nahrungsmittel, heisst Himmelsmehl, Mondmilch, lac lunae, latte di luna im Italienischen;—agaric mineral im Englischen;—lait de lune, farine fossile im Französischen;—manemiölk, guhr, larlesvamp im Schwedischen.

Hierher gehört auch (wie Fabroni 1791 zeigte) das Material zu den schwimmenden Ziegeln, die man neuerlich in Italien aus dem Bergmehle von Santa Fiora im Florentinischen fabricirt, die im Alterthume sehr wohl bekannt waren; Plinius 35, 49, Vitruvius II. 3, Strabo erwähnen solche Ziegel aus Kleinasien, der Insel Lesbos, von Calendum in Spanien und Massilia in Frankreich.

M. Der Essigstein.

Ein Stein, der in Essig gelegt, sich fortwährend bewegt. Im Oriente hat man ihn häufig, in Europa sieht man ihn sehr selten (mir ist er nur einmal vorgekommen). Wir kennen das Material nicht, aus dem er geschnitten wird, ob es Korallenmasse seyn mag, bleibt zweifelhaft. Andreas Baccius († 1600) und Marsilius Ficinus (geb. 1433) kannten den Essigstein sehr wohl, sahen ihn zu Rom und Florenz, wohin er aus Indien gekommen war, rechneten ihn auch zu Dracontia.

geje im Persischen;—geje, hadscharel kall im Arabischen.