N. Bezoar, Drachenstein, Schlangenstein.

Es sind diess theils Steine aus Antilopen und andern nicht näher bekannten Thieren, theils wirkliche Steine (oft Kalksteine), die vorzüglich geschätzt werden, theils aus Knochen gemachte Steine. Durch den ganzen Orient sind diese Drachensteine sehr verbreitet, hoch geschätzt, werden theuer bezahlt, da sie sehr berühmt sind als Heilmittel bey dem Bisse wilder Thiere und anderen Verletzungen. So waren sie auch bey den keltischen Völkern geschätzt und ein wichtiges Attribut der Druiden.

serpamani, auch garamand (d.i. Giftstein) im Sanscrit; auch bezar, wie er in den meisten indischen Sprachen heisst.

mantika, matika im Malaiischen;—djeghthaph khar im Armenischen.

badzehr (von bad, Stein, zahar vergiften), pazehr, paschir im Persischen, in Kerman auch muchati, scheitan. Nach Ben Mansur ist er theils ein gegrabener (der nach seiner Farbe 5 Arten hat), theils ein thierischer, der auch verschiedene Farben hat; er ist theils ein bakari (Kuhbezoar), theils schati (Schaafbezoar), soll meist aus den Augen eines Hirsches stammen. Nach Chardin (voyage en Perse) heissen die Drachensteine im Persischen icheb chirac (der Leuchter der Nacht); chamohoré (königlicher Stein) und chajewaeran (König der Juwelen).

badzhr im Arabischen, auch bzahar, pazar, mar-mohereh, hagia al haiyah, hagiar at tis ist der thierische. Auch Taifaschi unterscheidet einen thierischen und einen mineralischen, welcher in grossen Stücken vorkommt und ein weisses Pulver giebt;—belzaer im Hebräischen;—pazeher, bensaher, pajir im Türkischen.

dracontia, draconites im Lateinischen.

maen glain (der reine, heilige), innen magl; glain neidr (Schlangenstein), glain nadroedd (Nadderstein) im Wälschen;—bezoar, snakestone, adderstone im Englischen;—bezoar, pierre de serpent im Französischen;—bezoar, pietra del serpente,—de cobra im Italienischen;—bezoar in den nordischen Sprachen;—besoar im Russischen;—beslaj in Kärnthen.


§. 2. Feldspath-Gruppe.