argilla im Italienischen, auch creta, wie allgemein der blaue Thon der Apenninen heisst;—argilla im Portugiesischen, auch barro, was ein sehr fetter Thon ist;—arcilla im Spanischen, auch barro, greda;—argile im Französischen, auch glaise, brie, brou;—argielo im Provençalischen.
clay im Englischen (wohl schwerlich aus dem Finnischen, wohl von llai, llaid, Thon im Wälschen), in Schottland blaes;—klei, auch potoarda im Holländischen.
tafal, tafla, tfali im Maltesischen;—basacua im Baskischen;—tschikk in der Zigeunersprache.
M. Das Porzellan.
Die wichtigste Verwendung des Thones ist zu Thongefässen. Die schönsten und dauerhaftesten derselben bestehen aus Porzellan, dessen Masse eine Art Verglasung erleidet. Am besten hierzu ist der kaolin oder Porzellanthon, aus zerfetztem Feldspath, dem man noch andere Substanzen, meist frischen Feldspath zusetzt. In der Kunst sehr schönes, gewöhnliches Thongeschirr zu fertigen, hatte es das Alterthum sehr weit gebracht, besonders berühmt waren in Italien die vasa aretina von Arretum, dem jetzigen Arezzo (deren Töpferwaaren noch jetzo, in Hinsicht von Stoff und Form einen grossen Ruf haben). Offenbar verstand man auch eine Art Porzellan zu bereiten, denn die vasa samia waren an sich höchst geschätzt, und mit ihren Scherben wurde die Castration mancher Priester-Casten vollzogen (Plin. 35. 46), was auf eine harte, glasige Masse deutet; auch hat man (wie bey Salzburg) kleine Statuen von Porzellan oder Bisquit gefunden. Die Chinesen fabricirten seit den ältesten Zeiten Porzellan, das auch nach Europa verführt wurde; hier macht man es erst seit etwa 1703, wo die Erfindung in Sachsen durch Zufall (von Böttcher) gemacht ist. Dem Porzellan ähnlich ist das Steingut und die Fayance, die ihren Namen von der Stadt Faenza in Italien hat, woher man es zuerst bekam. Die signinischen Gefässe, bey welchen dem Thone gestossene Scherben und Thon zugesetzt wurden, waren offenbar Steingut.
tsee, tse-ky im Chinesischen;—dakara-gola im Tibetanischen;—hachdschapaki im Armenischen;—gehere im Tartarisch-Mandschu;—sanani im Arabischen.
Im Persischen heissen die Gefässe aus schönem Porzellan mertabani.
fagfuri im Türkischen (von fagfur, was der chinesische Königstitel ist);—farfuri im Kurdischen;—farfurie im Walachiscben;—γη κεραμμιδης, κεραμιτης im Neugriechischen;—pharfor im Russischen;—farfury im Polnischen;—majoleka im Krainschen.
filizanki im Portugiesischen, auch porcellana;—porzelach, porcellin im ältern Teutsch;—porcellan in den neuern Sprachen.