a) Das Bleiweiss (s. dieses), cerussa, μυλιβδος.
b) Die Kreide, creta annularis, selinusia, argentaria; terra melia, eretria, pnigitis, paraetonium; sie wurde theils präparirt, für sich angewendet, theils auch gefärbt mit andern Farben als Pastell.
Die reine Thonerde des (mit Natron u.s.w.) behandelten Alauns (alumen melinum) diente zwar nicht als Farbe an sich (so wenig wie bey uns), aber als Beize zum Färben der Zeuge und als Pigment zu verschiedenen Lackfarben.
B. Schwarze Farben:
a) Tintenartige Farbe aus aufgelöstem Eisenvitriol und Gallapfel oder einem ähnlichen Adstringens; Atramentum, Atranit; Sutorium.
b) Tusche, feinpräparirter Russ, Atramentum librarium. Um den hierzu nöthigen Russ zu gewinnen hatte man eigends construirte Oefen, die Vitruv VII. 10 und Plinius 35, 25 beschreiben, worin vorzüglich Harz (resina) verkohlt wurde. Griechische Künstler verwandten andere Substanzen z.B. Apelles Elfenbein (daher ελεφαντινον genannt), Micon Traster (daher τριγινον genannt, von τρυξ die Hefe); noch jetzo schätzt man sehr das Beinschwarz und das Hefenschwarz, le noir de vigne. Die feinere Tusche kam aus Indien, war das ινδικον μελας.
atramentum sepiae war die Schwärze des Tintenfisches.
C. Braune Farben:
Diese wendete man auf jeden Fall an, wahrscheinlich auch unsern Umbra, der in Italien sehr schön vorkommt; aber ich finde keine specielle Erwähnung. Melinos, μηλινος, ein color luteus, der auch ans Melos kam, könnte vielleicht hierher gehören.
D. Rothe Farben: