Diese Waschkanne vor mir — nimm die Zeit von ihr: und sie stürzt zusammen in nichts. Die Zeit macht erst den Raum.


265Das Amüsante ist, daß es nun, seit dem Auftreten des Menschen, auf einmal Vergangenheit und Zukunft gibt (von vielem andern ganz zu schweigen), als hätte die ganze Wirklichkeit nur darauf gewartet, sich von ihm in vorn und hinten, oben und unten, früher und später usw. einteilen zu lassen. O Mensch, du Kindskopf aller Kindsköpfe, o Wissenschaft, du grandioses Orientierungs-System dieses Kindskopfes, nichts weiter!


Gestern und morgen haben im All keinen Sinn. Das All war weder, noch wird es sein, — es ist. Und so war nichts von dem, was wir ‚vergangen‘ nennen. Alles ‚Vergangene‘ ist. Vergangenheit wie Zukunft sind nur Formen der Gegenwart.


Für Pflanze und Tier gibt es das Wort ewig nicht und daher auch keine — Ewigkeit. Es sollte sie auch für uns nicht geben. Wir sind. Wir werden nie sein, ebensowenig, wie wir je waren. Die Ewigkeit ist in jedem Moment ‚gelebte Gegenwart‘ — oder sie ist nicht.


Schauerlich, zu denken, daß alles nur ‚in der Flucht‘ ist. Es gibt nichts, als den Moment, in dem fortwährend alles ist.