Die Menschen sind heute so weit gesunken, daß sie sich ‚genieren‘ vom Wesentlichsten ihres und alles Lebens zu reden. Gott, Christus, Unsterblichkeit sind in gewissen Kreisen so verpönt, wie in andern Hemd, Hose, Strümpfe; es gehört nicht zum guten Ton, nicht zum savoir vivre, sie nicht völlig zu ignorieren. Nur der ‚weiß‘ heute zu ‚leben‘, der in der Tat nicht mehr weiß, was leben heißt.


Ahnten die Mütter, wie ganz anders eine Mutter ihr Kind anblickt, die sich den Lehren der Wissenden in rechter Weise erschlossen, — nicht Eine würde damit unbekannt bleiben wollen.


279Mein Gott, mein Gott, in jeder Sekunde geschieht irgend etwas andres Unsägliches auf Erden — und die Menschen wollen es nicht anders und die Menschen wollen es nicht anders. Denn sonst würden sie ihr Leben anders einrichten, sonst würden diese Schmetterlinge endlich Ernst zu machen versuchen.

Auf welcher Stufe steht noch der Mensch! Wie noch viel furchtbarer wird er leiden müssen, damit er nicht als Mumie im Weltall bleibt, damit Gott in diesem gefährlichen Schöpfungsabenteuer nicht zu Schaden kommt.

Als ich noch jung war, da dachte ich, die Zeiten des Leidens lägen mehr hinter uns als vor uns. Jetzt sehe ich fast nicht ein Ende. Zu viele Seelen gibt es, zu viele. Der Fall in die Materie war zu tief —


Man glaubt heut, der Mensch stamme vom Tiere ab. Wie aber, wenn umgekehrt die Tiere Ableger der Menschheit wären, zurückgebliebene Menschheit, voreilige, vorwitzige, und deshalb in einem zu frühen Zustand festgehaltene Menschheit?