Er konnte in einem Kaffeehause sitzen und fühlen: ‚So von seinem Marmortischchen aus, seine Tasse vor sich, zu betrachten, die da kommen und gehen, sich setzen und sich unterhalten, und durch das mächtige Fenster die draußen hin und her treiben zu sehen, wie Fischgewimmel hinter der Glaswand eines großen Behälters, — und dann und wann der Vorstellung sich hinzugeben: Das bist Du! — Und sie alle zu sehen, wie sie nicht wissen, wer sie sind, wer da, als sie, mit SICH selber redet und wer sie aus meinen Augen als SICH erkennt und aus ihren nur als sie!‘ …

13Und doch war solches Erkennen nur erst ein Oberflächen-Erkennen und darum letzten Endes noch zur Unfruchtbarkeit verurteilt.

So kam das Jahr 1908 —

‚Da traf ich Dich, in ärgster Not: den Andern!

Mit Dir vereint, gewann ich frischen Mut.

Von neuem hob ich an, mit Dir, zu wandern,

und siehe da: Das Schicksal war uns gut.

Wir fanden einen Pfad, der klar und einsam

empor sich zog, bis, wo ein Tempel stand.

Der Steig war steil, doch wagten wir's gemeinsam.