Als ich meiner Frau Mutter ihren Brief nun gelesen, O sapperment! wie packte ich alles in meinen großen Kober zusammen, sattelte mein Pferd, nahm von dem Sterngucker Abschied, setzte mich mit meinem Pferde in der Stadt Rom auf öffentlichem Markte wieder in eine Dreckschüte und fuhr da immer per postae bei dem Heringstore unten zu einem Schlupfloche hinaus. Vor dem Tore so stieg ich nun von der Dreckschüte ab, setzte mich mit meinem großen Kober auf mein Pferd und marschierte immer nach Deutschland zu. Ich nahm meinen Weg durch Polen und ritt auf Nürnberg zu, allwo ich des Nachts über in der Goldenen Gans logierte. Von da so wollte ich meinen Weg durch den Schwarzwald durch nehmen, welcher zwei Meilen Weges von Nürnberg liegt. Ich war kaum einen Büchsenschuß in den Schwarzwald hineingeritten, so kamen mir unverhoffterweise zwei Buschklepper auf den Hals, die zogen mich, der Tebel hol mer, reine aus und jagten mich im bloßen Hemde mit einem Buckel voll Schläge von sich. O sapperment! wie war mir da zumute, daß mein Pferd, meine Kleider, meine tausend Dukaten und mein großer Kober mit allerhand Mobilien fort war.

Da war, der Tebel hol mer, Lachen zu verbeißen. Ich kunnte mir aber nicht helfen, sondern mußte sehen, wie daß ich mich aus dem Schwarzwalde herausfand und von da mit Gelegenheit mich vollends nach Schelmerode bettelte. Wie ich nun im bloßen Hemde zu Hause bei meiner kranken Frau Mutter bewillkommnet wurde und mich mein kleiner Vetter auslachte, dasselbe wird entweder künftig im dritten Teile meiner gefährlichen Reisebeschreibung oder in meinen kuriösen Monaten, wovon ich in der Vorrede gedacht[81], sehr artig auch zu lesen sein.

Weswegen denn jetzo ein jedweder mit
mir sprechen wolle: Schelmuffskys
anderer Teil seiner gefährlichen
Reisebeschreibung hat
nun auch ein
Ende.

[80] schöne Ansicht.

[81] Die Fortsetzung seiner interessanten Reiseberichte ist uns Schelmuffsky leider schuldig geblieben.