Wie mir das Mensch die Stubentüre nun zeigte, so klinkte ich gleich auf und ging ohne Bedenken unangemeldet hinein. Da mich die Charmante nun kommen sah, bat sie bei mir um Verzeihung, daß ich solches nicht ungeneigt aufnehmen möchte, daß sie bei später Nacht noch zu mir geschickt und mich in ihr Zimmer bemüht hätte. Ich antwortete der Charmante aber hierauf sehr artig wieder und sagte, wie daß ich nämlich ein brav Kerl wäre, desgleichen man wohl wenig in der Welt antreffen würde, und es hätte nichts auf sich, weil ich indem vor meines Herrn Bruder Grafen seinem Schnarchen nicht einschlafen können. Als ich ihr dieses nun so mit einer überaus artigen Miene zur Antwort gab, so bat sie mich, daß ich ihr die Begebenheit doch noch einmal von der Ratte erzählen sollte, da man sie wegen des zerfressenen seidenen Kleides mit dem Besen totschlagen wollen.

Ich erzählte der Charmante hierauf augenblicks die ganze Begebenheit, so gab sie hernach Freiens bei mir vor und sagte, ich sollte sie nehmen; ich antwortete der Charmante aber hierauf sehr artig wieder und sagte, wie daß ich nämlich ein brav Kerl wäre, aus dem was Rechts noch erst werden würde, wenn er weiter in die Welt hineinkäme, und daß ich so balde noch nicht Lust hätte, eine Frau zu nehmen. Doch wollte ich ihrs nicht abschlagen, sondern es ein wenig überlegen. O sapperment! wie fing das Mensche an zu heulen und zu gransen, da ich ihr von dem Korbe schwatzte, die Tränen liefen ihr immer die Backen herunter, als wenn man mit Mulden gösse, und machte sich da ein paar Augen wie die größesten Schafkäsenäpfe groß.

Wollte ich nun wohl oder übel, daß sie sich nicht gar über mich zu Tode heulen möchte, mußte ichs, der Tebel hol mer, zusagen, daß ich keine andere als sie zur Frau haben wollte. Da nun solches geschehen, gab sie sich wieder zufrieden, und nahm ich selben Abend von ihr Abschied und ließ mich durch die Servante mit der papiernen Laterne wieder auf meine Stube leuchten und legte mich zu meinem Herrn Bruder Grafen ins Bette, welcher noch eben auf der Stelle dalag und in einem weg schnarchte. Ich war kaum ins Bette wieder hinein, so kriegte ich auch etwa seine Laune, und schnarchten da alle beide wie ein altes Pferd, welches dem Schinder entlaufen war. Den andern Tag früh, da es etwa um neun Uhr sein mochte und ich im besten Schlafe lag, so stieß jemand mit beiden Beinen an unsere Stubentür lästerlich an, daß ich aus dem Schlafe klaffternhoch vor Erschrecknis in die Höhe fuhr. Des Anschlagens wollte aber kein Ende nehmen, ich war her und sprang flugs mit gleichen Beinen aus dem Bette heraus, zog mein Hemde an und wollte sehen, wer da war. Wie ich aufmachte, so stund des einen Staatens aus Holland sein Junge draußen, welcher fragte, ob der von Schelmuffsky seine Stube hier hätte. Da ich dem Jungen nun zur Antwort gab, daß ichs selber wäre, sagte er weiter, sein Herr, der hielte mich vor keinen braven Kerl, sondern vor einen Erzbärenhäuter, wenn ich nicht zum allerlängsten um zehn Uhr heute vormittag mit einem guten Degen auf der großen Wiese vor dem Altonaischen Tore erschiene, und da wollte er mir weisen, was Räson wäre. O sapperment! wie verdroß mich das Ding, als mir der Kerl durch seinen Jungen solche Worte sagen ließ. Ich fertigte den Jungen aber alsobald mit folgender Antwort ab und sagte: Höre, Hundsfott, sprich du zu deinem Herrn wieder, ich ließe ihm sagen, warum er denn nicht selbst zu mir gekommen wäre und mir solches gesagt, ich hätte bald mit ihm fertig werden wollen; damit er aber sehen sollte, daß ich mich vor ihm nicht scheute, so wollte ich kommen und ihm nicht allein zu Gefallen einen guten Degen, welches ein Rückenstreicher wäre, mitbringen, sondern es sollten auch ein paar gute Pistolen zu seinen Diensten stehen, damit wollte ich ihm weisen, wie er den bravsten Kerl von der Fortuna ein andermal besser respektieren sollte, wenn er was an ihm zu suchen hätte. Hierauf ging des Staatens sein Junge fort und muckte nicht ein Wort weiter, ausgenommen, wie er an die Treppe kam, so schielte er mich von der Seite mit einer höhnischen Miene recht sauer hinterrücks an und lief geschwinde die Treppe hinunter.

Ich aber war her, ging in die Stube wieder hinein, zog mich geschwinde an und pfiff dem Hausknechte, daß er eiligst zu mir kommen mußte. Welcher sich auch flugs augenblicks bei mir einstellte und sagte: Was belieben Euere Gnaden? Das Ding gefiel mir sehr wohl von dem Kerl, daß er so bescheidentlich antworten kunnte. Ich fragte ihn hierauf, ob er mir nicht ein paar gute Pistolen schaffen könnte, das und das ginge vor sich, wollte ihm keinen Schaden daran tun und er sollte dafür ein Trinkgeld zu gewarten haben. O sapperment! als der Kerl von dem Trinkgelde hörte, wie sprang er zur Stubentüre hinaus und brachte mir im Augenblick ein paar wunderschöne Pistolen geschleppt, welche dem Wirte waren; die eine mußte er mir mit großen Hasenschroten und die andere mit kleiner Dunst füllen und zwei Kugeln draufstopfen. Da solches geschehen, gürtete ich meinen Rückenstreicher an die Seite, die Pistolen steckte ich in den Gürtel und marschierte da immer stillschweigens nach dem Altonaischen Tore zu. Wie ich nun vor das Tor kam, so erkundigte ich mich nun gleich, wo die große Wiese wäre. Es gab mir aber ein kleiner Schifferjunge alsobald Nachricht davon. Da ich nun ein klein Eckchen von der Stadtmauer gegangen war, so kunnte ich die große Wiese sehen und sah, daß ihrer ein ganzer Haufen dortstunden, auf welche ich gleich sporenstreichs zumarschierte. Als ich nun bald an sie kam, sah ich, daß der eine Staate dastund und ihrer Etliche noch bei sich hatte. Ich fragte ihn aber gleich, wie ich zu ihm kam, ob er mich durch seinen Jungen vor einer Stunde wohin hätte fordern lassen und was die Ursache wäre. Worauf er mir zur Antwort gab: Ja, er hätte solches getan, und das wäre die Ursache, weil ich die vergangene Nacht bei der Madame Charmante gewesen, und das könnte er gar nicht leiden, daß ein Fremder sie bedienen sollte; war hierauf augenblicks mit der Fuchtel heraus und kam auf mich zu marschiert.

Da ich nun sah, daß er der Herr war, O sapperment! wie zog ich meinen Rückenstreicher auch vom Leder und legte mich in Positur; ich hatte ihm kaum einen Stoß auspariert, so tat ich nach ihm einen Saustoß und stach ihm, der Tebel hol mer, mit meinem Rückenstreicher die falsche Quinte zum linken Ellbogen hinein, daß das Blut armsdicke herausschoß, und kriegte ihn hernach beim Leibe und wollte ihm mit der einen Pistole, welche stark mit Dunst und Kugeln geladen war, das Lebenslicht vollends ausblasen; es wäre auch in bösem Mute geschehen, wenn nicht seine Kameraden mir wären in die Arme gefallen und gebeten, daß ich nur sein Leben schonen sollte, indem ich Revenge[13] genug hätte. Die Sache wurde auch auf vielfältiges Bitten also bemittelt, daß ich mich wieder mit ihm vertragen mußte; und zwar mit dem Bedinge, daß er mir durch seinen Jungen niemals mehr solche Worte sagen ließe, wenn ich der Madame Charmante eine Visite gegeben hätte, welches er mir auch zusagte.

In was vor Ehren ich hernach von seinen Kameraden gehalten wurde, das kann ich, der Tebel hol mer, nicht genug beschreiben, wo auch nur eine Aktion vorging, da mußte ich allezeit mit dabei sein und die Kontraparten[14] auseinandersetzen. Denn wo ich nicht dabei mit war, wenn Schlägerei vorging, und wurde nur insgeheim so vertragen, davon wurde gar nichts gehalten; wo es aber hieß, der von Schelmuffsky hat dem und dem wieder sekundiert, so wußten sie alle schon, wieviel es geschlagen hatte. Die gehabte Aktion mit dem einen Staaten aus Holland erzählte ich alsobald der Dame Charmante und sagte, daß es ihretwegen geschehen wäre. Das Mensche erschrak zwar anfänglich sehr darüber, allein wie sie hörte, daß ich mich so ritterlich gehalten hatte, sprung sie vor Freuden hoch in die Höhe und fiel mir um den Hals. Hernach so ging ich zu meinem Herrn Bruder Grafen hinauf in die Stube, welcher zwar noch im Bette lag und lauschte; demselben erzählte ichs auch, was mir schon begegnet wäre in Hamburg. Der war nun so giftig, daß ich ihn nicht aufgeweckt hatte, er hätte wollen auf seinem Schellenschlitten mit hinausfahren und mir sekundieren helfen, ich gab ihm aber zur Antwort, daß sich ein brav Kerl auch vor ihrer Hunderten nicht scheuen dürfte. Hierauf kam der Wirt im grünen Samtpelze hinauf zu uns und rief uns wieder zur Mittagsmahlzeit. O sapperment! Wie sprung mein Herr Bruder Graf aus dem Bette heraus und zog sich über Hals und Kopf an, weil er das Essen nicht versäumen wollte. Wie er sich nun angezogen hatte, marschierten wir beide mit dem Herrn Wirte wieder hinunter zur Tafel. Es stellte sich die ganze Kompagnie bei Tische wieder ein, welche vorigen Abend mitgespeist hatte, ausgenommen der eine Staate, welchem ich die falsche Quinte durch den Arm gestoßen hatte, der war nicht da. Ich und mein Herr Bruder Graf nahmen nun ohne Bedenken die Oberstelle wieder ein. Da meinte ich nun, es würde über Tische von der Aktion was gestichelt werden, allein, der Tebel hol mer, nicht ein Wort wurde davon erwähnt, und ich hätte es auch keinem raten wollen, denn die falsche Quinte und der Saustoß lag mir noch immer im Sinne. Sie fingen von allerhand wieder an zu diskurieren und meinten, ich würde auch etwa wieder was erzählen, darüber sie sich verwundern könnten; sie gaben mir auch Anleitung dazu, allein ich tat, der Tebel hol mer, als wenn ichs nicht einmal hörte.

Die Dame Charmante fing meine Gesundheit an zu trinken, welcher die ganze Kompagnie auch wieder Bescheid tat. Mein Herr Bruder Graf fing hernach von seinen Pumpelmeisen an zu erzählen, die er auf einmal in dem Sprenkel gefangen hätte, und daß dieselben ihm so gut geschmeckt hätten, als seine verstorbene Frau Großmutter ihm solche in Butter gebraten. Über welcher einfältigen Erzählung die ganze Kompagnie lachen mußte. Nach gehaltener Mittagsmahlzeit setzte ich mich mit meiner Liebsten, der Charmante, auf eine Chaise de Roland[15] und fuhren auf den Wällen spazieren, besahen da die Ringmauer der Stadt Hamburg, wie sie gebaut war, welche denn an etlichen Orten nicht allerdings feste genug zu sein schien; ich sagte solches dem Stadtkapitän, wie sie ganz auf eine andere Manier perspektivisch könnte repariert werden. Er schriebs zwar auf: ob sie es nun werden getan haben, kann ich nicht wissen, denn ich bin von der Zeit an nicht wieder hingekommen. Nach diesem fuhren wir in die Sternschanze und besahen dieselbe auch: O sapperment! was lagen da vor Bomben, welche von voriger Belagerung waren hineingeworfen worden; ich will wetten, daß wohl eine über dreihundert Zentner schwer hatte, ich versuchte es auch, ob ich eine mit einer Hand in die Höhe heben kunnte, allein es wollte, der Tebel hol mer, nicht angehen, so schwer war sie, knapp, daß ich sie mit beiden Händen drei Ellen hoch in die Höhe heben kunnte. Von da fuhren wir hinaus an die Elbe und sahen da die Schifferjungen angeln, O sapperment! was fingen sie da vor Forellen an der Angel, es waren nicht etwa solche kleine Forellen, wie es hierzulande bei Gutenbach oder sonsten dergleichen Orten herum gibt, sondern es waren, der Tebel hol mer, Dinger, da eine Forelle gut zwanzig bis dreißig Pfund hatte. Von denselben Fischen hatte ich mich zu Hamburg ganz überdrüssig gefressen, und wenn ich die Stunde noch Forellen erwähnen höre, wird mir flugs ganz übel davon. Warum? Sie haben in Hamburg keine anderen Fische als nur Forellen jahraus, Forellen jahrein, man muß sich darinnen verstänkern, man mag wollen oder nicht, bisweilen, etwa um Lichtmeß herum, kommen irgendein paar Tonnen frische Heringe da an, aber auch gar selten, und dazu, wo erkleckt das unter so einer Menge Volk? der Tausendste kriegt keinen nicht einmal davon zu sehen.

Nachdem ich mit meiner Liebsten dem Angeln so eine Weile zugesehen, fuhren wir wieder in die Stadt und nach unserm Quartier zu; sobald als wir abstiegen, stund ein kleiner buckliger Tanzmeister im Torwege, der machte gegen die Madame Charmante wie auch gegen mich ein sehr artig Kompliment und invitierte uns[16] zu einem Balle. Meine Liebste, die Charmante, fragte mich, ob ich Lust mit hinzufahren hätte, denn sie könnte es der Kompagnie nicht abschlagen, und sie würden wohl indem alle schon auf sie warten. Ich gab ihr zur Antwort: Ich fahre schon mit und sehe, was da passiert. Hierauf gab sie dem Tanzmeister Befehl, daß sie gleich kommen wollte. O sapperment! wie sprung der Kerl vor Freuden herum, daß sie kommen wollte und noch jemand mit sich bringen. Er lief immer zum Hause hinaus und nach dem Tanzboden zu, als wenn ihm der Kopf brennte. Wir setzten uns gleich wieder auf unsere Chaise de Roland und fuhren nach dem Tanzboden zu.

Sobald als wir nun hinaufkamen, O sapperment! was war vor Aufsehens da von den vornehmen Damens und Kavalieren, welche sich auch auf dem Tanzboden eingefunden hatten; es war ein Gelispere heimlich in die Ohren, und soviel ich hören kunnte, fing bald dieser an und sagte: Wer muß doch nur der vornehme Herr sein, welchen die Madame Charmante mitgebracht hat. Bald sagte ein Frauenzimmer zu dem andern: Ist das nicht ein wunderschöner Kerl, sieht er doch flugs aus wie Milch und Blut. Solche und dergleichen Reden gingen wohl eine halbe Stunde unter der Kompagnie auf dem Tanzboden heimlich vor. Der Tanzmeister präsentierte mir einen roten Samtstuhl, worauf ich mich niedersetzen mußte, die andern aber wie auch meine Charmante mußten alle stehen. Damit so ging nun die Musik an, O sapperment! wie kunnten die Kerle streichen, sie machten mit einem Gassenhauer den Anfang, wonach der kleine bucklige Tanzmeister die erste Entree tanzte. Sapperment! wie kunnte das Kerlchen springen, es war, der Tebel hol mer, nicht anders, als wenn er in die Lüfte flöge. Wie derselbe Tanz aus war, so schlossen sie alle miteinander einen Kreis und fingen an schlangenweise zu tanzen: meine Charmante, die mußte nun in den Kreis hineintreten und drinnen allein tanzen. O sapperment! was kunnte sich das Mensche schlangenweise im Kreise herumdrehen, daß ich auch, der Tebel hol mer, alle Augenblick dachte, jetzt fällt sie übern Haufen, allein es war, als ob ihr nichts drum wäre. Die anderen Mädchens tanzten, der Tebel hol mer, galant auch, ich kanns nicht sagen, wie artig sie die Knochen auch setzen kunnten, meiner Charmante aber kunnte es aber doch keine gleichtun. Nachdem der Kreistanz schlangenweise nun aus war, so fingen sie allerhand gemeine[17] Tänze auch an zu tanzen, als Couranten, Chiquen, Allemanden und dergleichen.

Solch Zeug sollte ich nun auch mit tanzen, es kamen unterschiedne Damens zu mir an den Samtstuhl, worauf ich saß, und forderten mich auch zu einem Tänzchen auf. Ich entschuldigte mich zwar erst und sagte, wie daß ich nämlich ein brav Kerl wäre, dem zwar was Rechts aus den Augen herausfunkelte, aber tanzen hätte ich noch nicht recht gelernt. Es half aber, der Tebel hol mer, kein Entschuldigen, die Damens trugen mich mitsamt dem Stuhle in den Tanzkreis hinein und kippten mich mit dem Stuhle um, daß ich, der Tebel hol mer, die Länge lang hinfiel. Ich stund aber mit einer sehr artigen Miene wiederum auf, daß sich auch die ganze Kompagnie auf dem Tanzboden über mich sehr verwunderte und ein Kavalier immer zu dem andern sagte, daß ich wohl einer von den bravsten Kerlen auf der Welt mit sein müßte. Hierauf fing ich nun an zu tanzen und nahm drei Frauenzimmer; die eine mußte mich bei der linken Hand anfassen, die andere bei der rechten und die dritte mußte sich an mein link Bein halten, damit hieß ich die Musikanten den Altenburgischen Bauerntanz aufstreichen. Da hätte man nun schön tanzen gesehen, wie ich auf dem rechten Beine solche artige Sprünge tun kunnte. Wie ich mich nun so ein klein wenig erhitzt hatte, so sprung ich auf dem einen Beine, der Tebel hol mer, klaffternhoch in die Höhe, daß auch die eine Dame, welche sich an mein link Bein gefaßt hatte, fast mit keinem Fuße auf die Erde kam, sondern stets in der Luft mit herumhüpfte. O sapperment! wie sahen die Menscher alle, als ich solche Sprünge tat; der kleine bucklige Tanzmeister schwur hoch und teuer, daß er dergleichen Sprünge zeitlebens nicht gesehen hätte. Sie wollten hernach auch alle wissen, was vor Geschlechts und Herkommens ich wäre, allein ich sagte es, der Tebel hol mer, keinem, ich gab mich zwar nur vor einen Vornehmen von Adel aus, allein sie wollten es doch nicht glauben, sondern sagten, ich müßte noch weit was Vornehmeres sein, denn meine Augen die hätten mich schon verraten, daß ich aus keiner Haselstaude entsprungen wäre. Sie fragten auch meine Charmante, allein der Henker hätte sie wohl geholt, daß sie was von meiner Geburt erwähnt hätte, denn wenn sie die Historie von der Ratte gehört hätten, Ei sapperment! wie würden sie gehorcht haben. Nach gehaltenem Ball fuhr ich mit meiner Charmante in die Opera[18], welche, der Tebel hol mer, auch da schön zu sehen war, denn sie spielten gleich selben Tag von der Zerstörung Jerusalems. O sapperment! was war das vor eine große Stadt, das Jerusalem, welches sie in der Opera da vorstellten, ich will wetten, daß es, der Tebel hol mer, zehnmal gut größer war, als die Stadt Hamburg ist, und zerstörten da das Ding auch so lästerlich, daß man, der Tebel hol mer, nicht einmal sah, wo es gestanden hatte. Nur immer und ewig schade war es um den wunderschönen Tempel Salomonis, daß derselbe so mit mußte vor die Hunde gehen, es hätte mich sollen dünken, daß nur ein Fleckchen daran wäre ganz geblieben, nein, es mußte von den Soldaten, der Tebel hol mer, alles ruiniert und zerstört werden. Es waren Krabaten[19] und Schweden, die das Jerusalem so zuschanden machten.