Zur Männerfrage!

Von
Clara Schott.


Leipzig,
A. Bleier Verlag Nachf.
Joh. Eckell
1898.

Alle Rechte vorbehalten.

Einleitung.

Um den Verdacht, ich sei eine Männerfeindin, nicht aufkommen zu lassen, halte ich es für geboten, gleich von vornherein zu bekennen, daß ich nichts weniger als das bin, daß ich mich im Gegentheil stets behaglich in Männergesellschaft befinde und freudig mit der Eleonore im Tasso sage:

»ich schweige gern, wenn klügere Männer reden.«

Und da ich das Glück hatte, vielen vorzüglichen Männern mit klarem Verstande und offnem Herzen zu begegnen, so hörte ich schweigend zu. Wenn sie mich nun reden hören, so werden auch sie, wie ich hoffe,

»verstehen wie ichs meine,«