Aus dem Schluchzen und den unverständlichen Worten klang ein Name voll heraus: »Seckersdorf«.

Maggie fuhr zusammen. »Hast du ihn noch immer lieb?« fragte sie leise.

»Gott bewahre! Nein, nein, nein!« sagte Gertrud heftig. »Aber wir trafen neulich in Waldlack zusammen. Ich hatte keine Ahnung, daß er hier ist. Und wir saßen bei Tisch zusammen.«

»Und da hat er dir den Hof gemacht?«

»Ach, nein. Wir haben uns nur angesehen. Aber, Maggie, das Herz wurde mir ganz schwer. Die lieben, stillen, blauen Augen. So vorwurfsvoll und traurig.«

»Und was sagte er?«

»Wir haben nur wenig gesprochen, aber Kurt behauptete nachher, ich hätte mich lächerlich gemacht, und jeder Mensch hätte sehen können, daß ich mich betragen habe, wie eine ... eine ... Ich habe ihn ja vielleicht auch liebevoll angesehen. Aber wahrhaftig nicht absichtlich. Ich möchte lieber tot sein, als das tun.«

»Und Kurt machte dir zu Hause eine Szene?«

»Oh, er war maßlos. Ich kann all die Beschimpfungen gar nicht wiederholen. Und er jagte mich fort. Ach, Maggie, du hast ja keine Ahnung, wie furchtbar es ist, verheiratet zu sein.«

»Doch, doch!« sagte Maggie. »Ich kann dir sagen, wenn man nicht alt würde, oder sehr reich wäre und leben könnte, wie man wollte, ich wäre die Letzte, die ans Heiraten dächte. Übrigens mit deinem liebenswürdigen Manne möcht' ich doch noch besser fertig werden als du, mein armes Kind. Hast du dir das denn auch stillschweigend gefallen lassen?«