Maggie las eine ganze, lange Rede von seinen stummen Lippen.

»Leidet sie sehr ... sehr?« fragte er nach einer Pause. »Ist sie sehr verändert in diesen acht Jahren?«

»Sie ist völlig niedergebrochen,« sagte Maggie mit Betonung.

»Nicht doch, nicht doch!« murmelte er. »Weiß sie, daß wir, ich meine Sie und ich, heute hier –« Wie er nach einem augenblicklichen Zusammenhang zwischen sich und ihr suchte! Wahrhaftig, er ist ihr noch gut, dachte Maggie.

»Gott bewahre,« sagte sie. »Man muß ihr doch alles fernhalten, was sie beunruhigen ... ich meine, sie soll nicht ...« Sie stockte, wurde rot und sah nach der Seite.

»Und Sie glauben, es ist besser, wenn ich gleich gehe?« fragte er dringend. »Kann ich denn sonst nichts, gar nichts für sie tun?«

Sie zuckte die Achseln und machte eine Bewegung nach dem Oberförster, der eben zurückkam.

»Papa darf nichts davon wissen!« sagte sie verlegen.

Er sah sie dankbar an.

»Sie lieben Gertrud« – er erschrak und verbesserte sich – »Ihre Frau Schwester sehr?«