Er machte eine höfliche Bewegung und sah sie unruhig an.
»Wie er erregt ist!« dachte sie. »Ja, ehrlich gesagt, es ist mir wegen Gertrud lieb, daß ich Sie sprechen kann,« sagte sie hastig, nach dem Oberförster hinübersehend.
Er erschrak und folgte zerstreut ihrem Blicke. »Wegen Frau von Kurowski?« Sie nickte.
»Gertrud ist von ihrem Manne fortgegangen,« sagte sie schnell, noch immer wie ängstlich nach dem Vater blickend, »weil sie Ihretwegen in rohester Weise von ihm verdächtigt worden ist.«
»Um Gottes willen – meinetwegen?« Er machte eine hastige Bewegung, als ob er ihren Arm ergreifen wollte.
»Sie müssen das wissen,« sagte sie, leise und schnell, »weil Papa von einer geschäftlichen Beziehung zu Ihnen sprach. Sie hätten uns wahrscheinlich besucht, und da Gertrud mit den Kindern bei uns ist, unterbleibt das wohl. Ich glaube, es ist besser, Sie treffen meine arme Schwester überhaupt nicht wieder.«
»Sie meinen, ich soll abreisen? ... Natürlich ... sofort ... wenn es sein muß ...« Seine Lippen zuckten unter dem Schnurrbart. »Sie ist rüde behandelt worden?« fragte er zögernd.
Maggie nickte wieder. »Sie will nicht wieder nach Laukischken zurück ... aber Papa wird sie zwingen ... überreden, wie ...«
»Wie damals,« sagten ihre Blicke. Aber sie sprach es nicht aus.
Er wurde rot und sah vor sich in den Wald, mit Augen, aus denen eine schmerzliche Erinnerung zu sprechen schien.