Der Oberförster nahm das Wort, und Seckersdorf wandte sich sehr rasch nach ihm um. Eben wurden die ersten Schnitte an einem Riesenbaum vorgenommen; der Oberförster gab einige Anweisungen. Seckersdorf sah und hörte mit intensiver Aufmerksamkeit zu.

»Ich lerne,« sagte er mit entschuldigendem Seitenblick auf Maggie.

In diesem Augenblick trat der Aufseher mit einer Berechnung an den Oberförster heran.

»Natürlich!« sagte der Oberförster nach kurzer Prüfung. »Entschuldigen Sie, bitte, einen Augenblick, lieber Seckersdorf.«

Er trat hinüber zu den Leuten, und Maggie stand nun allein neben Seckersdorf, mit klopfendem Herzen und verstohlen spähendem Blick. Ja, hinter seinem regungslosen Gesicht arbeitete es, die Augen verrieten's, – also vorwärts!

Aber schön war sie, diese Aufregung, die von ihm zu ihr hinüberströmte, dieses Fragen ohne Worte, dieses Vortasten, das von einem zum anderen zitterte. Maggie hätte noch minutenlang so stehen mögen, in dieser klaren, herben Luft dasselbe atmend, was dieser Mann da empfand.

Und doch gab sie sich einen Ruck. Sie mußte anfangen.

»Herr von Seckersdorf!« sagte sie stockend.

Er horchte auf. »Verzeihung! Wenn Sie leise sprechen, hat Ihre Stimme –«

»Ähnlichkeit mit der meiner Schwester!« fiel sie rasch ein. »Ja, es ist leider die einzige.«