»Wo ist sie denn?« fragte er. »Wollen Sie mich zu ihr führen, Maggie?«
Maggie schoß das Blut siedendheiß durch den Körper. »Seien Sie sehr gut mit ihr,« bat sie stockend – »sie ...«
Ihr Schwager sah sie aus zusammengekniffenen Augen, halb verwundert, halb ironisch an. Maggies Trotz bäumte sich auf unter diesem Blick.
»Gehen Sie nur allein zu ihr,« sagte sie kurz, »und übernehmen Sie die Verantwortung.«
Kurowski blieb im Hausflur stehen.
»Was machen Sie denn für Umstände, Schwägerin? Selbstverständlich will ich mit meiner Frau allein reden. Zeigen Sie mir nur den Weg. Sie können ja nachkommen.«
Er lief die Treppe hinauf, sie folgte langsam.
Gertrud selbst, durch die harten Tritte erschreckt, öffnete die Tür. Entsetzt, mit ausgestreckten Händen blieb sie stehen und fand keine Worte.
»Na, sieh' mal,« – Kurowski faßte sie an den Schultern und zog sie ins Zimmer – »laß dich mal anschauen ... Schön wie der Tag steht sie mir da, und der Alte depeschiert, als ob's Matthäi am Letzten wäre.«
Gertrud machte sich los und zuckte in einem Nervenschauer.