»Sie haben dich gerufen?« fragte sie ungläubig.
»Aber natürlich. Ich wäre sonst erst Ende der Woche gekommen. Und nun sag' mal, Kind, was ...?«
»Nichts, nichts ... nichts,« sagte Gertrud hastig, und ihr weißes Gesicht fing an zu glühen. »Ich bin gesund, ich werde mitkommen, wenn du willst, Kurt. Gleich – gleich ... Ich will bei dir auch nicht bleiben, aber zunächst komme ich mit. Laß mich nicht eine Stunde länger hier.«
Kurowski sah nach Maggie, die mit gesenktem Kopf in der Tür stand.
»So, so,« sagte Kurowski. »Ihr habt euch gezankt ... Und recht kräftig, scheint mir. Also bitte, Maggie, was ist los? Schnell!«
Er trat auf Maggie zu. Gertrud zog ihn zurück.
»Kurt, eine ehrliche Antwort bekommst du von ihr nicht. Und vom Vater auch nicht. Ich bitte dich noch einmal, frage nicht und nimm mich gleich mit. Gleich. Die hier sind froh, wenn wir weg sind.«
Kurowski faßte seine Frau unter das Kinn, bog ihren Kopf zurück und sah ihr nachdenklich in das erregte Gesicht.
»Bleib oben, Kind,« sagte er dann freundlich. »Ich werde alles besorgen.«
Mit leisem Pfeifen ging er die Treppe langsam hinunter. Maggie folgte ihm. Sie wollte doch den Vater nicht allein mit diesem Manne lassen, der seine brutale, unberechenbare Rücksichtslosigkeit nur für den Augenblick unter ironischer Freundlichkeit versteckte.