»Ja, ich dulde so etwas nicht,« schrie der Oberförster. »Eine verheiratete Frau! Aber ebensowenig laß ich mir einen Zwang auferlegen. Maggie und ich verkehren, mit wem wir wollen ... Und es schließlich mit dem Seckersdorf verderben ...«

»Papa,« unterbrach Maggie ihn, hochrot vor Scham und Zorn.

Er schwieg. Kurowski sah von ihm zu Maggie. Er fing an den Zusammenhang zu ahnen und lächelte höhnisch.

»Nun, ich werde meine dumme kleine Frau einmal scharf ins Gebet nehmen.«

»Sie werden sie nicht quälen,« rief Maggie heiser.

Kurowski lachte. »Sie soll Brautmutter spielen, wenn Sie Hochzeit mit Seckersdorf machen ... Übrigens, Glück haben Sie mit Ihren Mädels, Papa.«

Er konnte das alles ja nur aufs Geratewohl sagen, doch Maggies totenblasses Gesicht und ihre zornfunkelnden Augen enthüllten ihm die ganze Wahrheit.

»Also noch einmal,« sagte er weiter zu den schweigend Dastehenden. »Mag nun vorgefallen sein, was da will, euch beiden bin ich dankbar. Ich hatte mich doch etwas vergaloppiert, der Gertrud gegenüber, und so gleicht sich das nun aus, und ich hab' meinen kleinen Spaß obendrein.«

»Ich werde in jedem Fall Gertrud schützen,« sagte der Oberförster mit starker Betonung. Und dachte in diesem Augenblick auch, daß er das tun würde.

»Sicher, sicher,« höhnte sein Schwiegersohn. »Aber für heute bitte ich um die Familienkutsche nach dem Bahnhof. Und schönen Dank für die Gastfreundschaft ... Gertrud wird doch fahren können?«