»Glaub' das nicht,« sagte Gertrud. »Er wird froh sein, daß er allein bleibt ... Vorläufig ... bis ...«

»Donnerwetter!« murrte der Oberförster.

Maggie sprühte vor Empörung über den Widerstand des Vaters.

»Na,« sagte der dann einlenkend, »wir werden sehen. Reg' dich jetzt nicht auf. Und nun ... Jungens, herein!«

Die Knaben, an die Fräulein Perl großmütterliche Ansprüche machte, lagen in den ehemaligen Kinderbettchen von Mutter und Tante und konnten vor Jubel und Aufregung nicht einschlafen.

Gertrud und Maggie, die nach gequältem, unpersönlichem Gespräche sich nun endlich zur Ruhe begeben wollten, kamen noch einmal zu ihnen. Die Mutter küßte sie leidenschaftlich und fing bitterlich an zu weinen. Maggie zog sie fort.

»Nicht doch, Trude, Alte! Auf Kindergesichter sollen keine Tränen fallen. Komm, wir sind ja jetzt für uns, da kannst du dich hübsch ausklagen.«

Sie traten in die geräumige Balkonstube, die sie schon vor Jahren gemeinsam bewohnt hatten. Gertruds altes Bett war in derselben Ecke, in der es früher gestanden hatte, für sie hergerichtet.

Etwas erstaunt sah die junge Frau sich um und hörte auf zu weinen.

»Du, was hast du mit unserer hübschen Stube gemacht?« fragte sie.