»Sie sind sehr gut, Herr Hillmann, aber ich fühle selbst, daß ich nach dem langen Sanatoriumleben noch eine Zeit für mich sein muß, ehe ich unter Menschen gehe.«

Dann hat er mich endlich verlassen, mit herzlichen Worten und mitleidigen Blicken.

Und ich habe mich auf meine Chaiselongue geworfen und gegrübelt und in Schlaf geweint.

Dann eine Depesche an Papa mit der Bitte um Rat. Ich will äußerlich nichts versäumen, ich muß ja auch irgend jemand fragen. Was fange ich sonst an? Die Antwort lautet:

»Halte es für unpraktisch, größere Kapitalien in Privatunternehmungen zu stecken, doch will deinen Entschluß und Mamas Wunsch nicht beeinflussen. Adresse tüchtigen Rechtsanwalts Heidelberg, Liepelhausener Straße 21, Dr. Pförtner. Alles Gute von uns allen.«

Eine Stunde später noch ein Telegramm:

»Bin mit allen Gedanken und heißer Sehnsucht bei Dir, geliebtes Kind. Mama.«

Ach, ... es schreit wieder etwas in mir ganz jammervoll.

Das Glücksbild, das mir der Fremde geschildert hat, steht vor mir und peinigt mich.

Sie wollen mich nicht – ich habe es geahnt – jetzt weiß ich es.