»Ja, als wir über Sie und die Ihren eingehend sprachen, war er schließlich dagegen, Sie in meine Geschäftsangelegenheiten zu ziehen. Es würde zu weit führen, wollte ich Ihnen erklären, warum.«

Ich konnte nur verständnislos die Achseln zucken.

»Und die Meinen?« fragte ich, da er noch nicht aufstand. »Sie haben mir noch nicht erzählt, wie Sie sie fanden.«

»In vollem, fröhlichem Leben, liebes gnädiges Fräulein. Der Anblick, als wir auf die Hotelveranda geführt wurden, gab ein unvergeßliches Bild. Die immer noch schöne Mama, in jedem Arm eins der bezaubernden Mädels, – alle drei die blonden Köpfe lachend zusammengesteckt, – dazu der vornehme, schöne Vater – Herr v. Hasberg ist eine auffallend distinguierte Erscheinung.« ...

Herr Hillmann brach ab. Ich fürchte, er sah, daß meine Augen voll Wasser standen.

»Ich ermüde Sie – Sie leiden,« sagte er, »vergeben Sie mir. Und noch eins, liebes Kind ... ich weiß nicht, sind Sie ganz allein hier? – Sorgt man für Sie?«

»O, ich brauche niemand,« sagte ich schnell. »Ich bin sonst ganz frisch, nur das lange Sprechen und Zuhören heute hat mich, ehrlich gestanden, etwas angegriffen.«

»Vergeben Sie mir und hören Sie noch etwas, das mir eben durch den Kopf geht. Ich kenne Ihre Pläne nicht, weiß nur, daß Sie vorläufig noch nicht nach Gastein gehen. Ich kann Ihnen für mich keine Gastfreundschaft anbieten, denn ich führe nur eine Garçonwirtschaft, – ich bin seit Jahren Witwer. – Aber, liebes Kind, ich habe in Heidelberg einen großen und anregenden Kreis. Sie fänden da guten Anschluß und auch meine Freundschaft – von der Sie überzeugt sind, nicht wahr? Ich meine natürlich nur, bis Ihre Verhältnisse geordnet sind ... und wenn Sie nichts Besseres wissen.«

»Bis ich nach Hause gehe,« sagte ich bange.

Er sah merkwürdig ausdruckslos zur Seite.