Diese grausige Leere wird mich wieder krank machen. Ich soll mich nicht erregen, und ich fühle, das Fieber steigt auf....

Ach – ich habe Sehnsucht nach meinem Bett in Davos – ja, wahrhaftig, auch nach der Schwester und den Ärzten.

Ich brauche die Gesundheit nicht....

Ach ... meine stolze Einsamkeit heißt ... Verlassenheit....


»Wie Wasser von Klippe zu Klippe geworfen.« Drei Tage bin ich allein, und jeder hat mich durch Glück, Ängste, Verlangen, Haß und warmes Empfinden gejagt ...

Und jetzt? ...

Ich weiß gar nicht, wie mir zu Mut ist.... So frei – so gelöst von allem Bitteren und Schweren.... Ob ich Fieber messen soll? Meine Gedanken quirlen so merkwürdig durcheinander, und der Puls jagt....

Vorsicht! ... Jetzt will ich nicht sterben, auch nicht von neuem hinsiechen.

Ich habe einen Weg vor mir, wenigstens die Andeutung eines Weges ... und er führt in heiliges Land. Alles versinkt, was drohend und gespensterhaft vor mir aufgetürmt lag. Ich stehe da wie eine Träumende....