»Aomen. Du ooch, Klos!«
Und sie hatten die Gesichter von den Sternen abgewendet und sie, lächelnd im Dunkeln, einander zugekehrt. – – –
Noch war die Sonne nicht lange aufgegangen, als der Bursche erwachte. Er war das Frühaufstehen gewohnt, er arbeitete als Knecht, sein Vater und seine Mutter waren arme Leute – wenn er zum Militär müßte, müßten sie hungern!
»Bitt für uns, heiliger Willibrord!«
Schon hörte man wieder das alte Gemurmel, die Eintönigkeit des gleichen, des immerwährenden Anrufs. An den Ufern der Sauer war schon Bewegung; die dort gelagert hatten, wuschen und kämmten sich und packten ihre Habseligkeiten zusammen.
Die grüne Höh, drüben auf der preußischen Seite der Sauer, vergoldete sich, die weißen Häuser von Echternacherbrück wurden eben rosig bestrahlt, als auch schon wieder Prozessionen eintrafen. Die waren die Nacht durch gewandert von ihren Ortschaften her; nun begrüßten sie das St. Willibrorduskreuz, unweit des schwarzweißen Grenzpfahls, wo die Kanzel errichtet ist und der Priester die Gläubigen segnet zu Beginn der Springprozession. Sie begrüßten Kreuz und Kanzel mit frommem Gesang:
»Zu deiner Ehr, Gott, wallen wir,
Kyrie eleison,
All unsre Not wir klagen dir,
Alleluja, alluja,