Erschöpft sank sie zurück, Totenblässe überzog ihr Gesicht; ihre Lippen wurden weiß, sie war halb ohnmächtig.

„Bäbbi, Bäbbi,“ Peter faßte sie am Arm, „wat es Eich? Ihr mößt Stärkung haon.“ Verstört sah er sich um. „Haot Ihr dann bei gaor neist for zo drinken?“

Sie schüttelte den Kopf. „Neist,“ sagte sie tonlos.

Da lag sie in dem elenden Bett, seit Tagen war es nicht gemacht; sie lag wie eine Sterbende, blutleer und hilflos.

Das Kind schrie auf, besorgt versuchte sie nach der Wiege zu blicken. Peter nahm das kleine Bündel und legte es ihr an die Brust; da suchte es wimmernd, mit gespitztem Mäulchen.

„Ech haon ken Milch mieh,“ sagte sie leise.

Ein Krampf ging über Peters Gesicht; er wurde blaß und rot, einen argwöhnischen Blick warf er in alle Winkel, und dann fuhr er rasch in die Tasche und legte drei harte Thaler vor sie auf’s Bett. „Dao,“ sagte er mit gepreßter Stimme. „Kaaft davor, wat Ihr braucht!“

Für ein paar Augenblicke sah sie ihn verständnislos an.

Er nickte. „Morjen holen ech dän Dokter, dän besten, dän zo kriehn es; ons Josefche es krank. Duh kann dän Eich aach ebbes ufschreiwen for gesond zo gänn!“

Eine jähe Röte flog über ihr Gesicht, in ihren matten Augen blitzte es auf, sie haschte nach seiner Hand; ehe er’s hindern konnte, hatte sie die geküßt.