„Gieht häm,“ riet sie besorgt, „Ihr hatt Eich verkält — Jesses, de ganze Naacht hei im Grawen! — Kommt, kommt!“ Sie wollte ihn unter den Arm fassen und führen, er stieß sie zurück.
„Dau willst mer Mores liehren, bleiw mer vom Leiw, dau Quiesel[43]! Ech haon kein Predigt nedig — gieh — gieh!“ Er strampelte mit Händen und Füßen, verlor das Gleichgewicht und stürzte wieder rücklings in den Graben.
Hatte er sich weh gethan? Erschrocken wartete sie ein paar Minuten, dann blickte sie hinunter. Da lag er mit geschlossenen Augen und offnem Mund, blaß wie ein Toter; aber jetzt ertönte sein regelrechtes Schnarchen. —
Bäbbi lief dem Dorf zu; sie hatte ihren Salat vergessen.
Kräftig pochte sie an Mifferts Hütte und trat zugleich ein. „Zeih! Eier Mahn leit drau —“
Das Wort blieb ihr im Halse stecken. Da saß der Gendarm von Oberkail und hielt die Zeih auf dem Schoß. Etwas verlegen sprang die auf.
„Was ist denn los?“ fragte der Gendarm unwillig.
Bäbbi stotterte: „Eier Mahn leit draußen im Grawen, kommt, kommt!“
„Laßt ihn ruhig liegen,“ sprach der Gendarm und strich sich den Schnurrbart auf.
„Äwer hän kann sech den Dod holen, hän es eweil als ganz verklomm!“