Peter wurde leichenblaß, vor seine Augen legte sich ein Schleier.

„Da,“ sagte der Wittlicher kurz und ließ mit einem Plumps einen geöffneten, schmutzigen Leinenbeutel auf den Herdrand fallen; ein paar Thaler sprangen heraus und rollten mit bleiernem Geklapper über den Fußboden. „Unter’m Estrich verstochen. Aber doch gefunden!“

„Hah!“ Ein einziger Atemzug ging durch die Stube; kein Mensch wagte ein Wort. Sie standen alle wie angenagelt, die Hälse gereckt, mit aufgerissenen Augen.

Schmitz fand zuerst die Sprache wieder. „Da hammer de Jeschicht!“ Und sich aufreckend, schrie er: „Hab’ ich et nit jesagt, hab’ ich et nit jesagt? Wat nu?!“

Ein Fauchen, wie das eines wilden Tieres, antwortete. Peter schien sich auf den Alten stürzen zu wollen, aber gleich darauf ließ er den Kopf auf die Brust sinken; ein zitterndes Stöhnen entrang sich seiner Kehle.

„In flagranti erwischt,“ sprach der Obergendarm weiter. „Werkzeuge, alle möglichen Dinger, ein Schmelztiegel, Blei, Zinn und so’n Zeugs, alles lag da unten bei den Thalern. Das richtige Hamsterloch hat sich der Kerl unter’m Estrich ausgegraben. Mehr brauchen wir wirklich nit — hier!“ Er zog eine Gipsmatrize aus der Tasche und zeigte sie herum. Und dann verschloß er die Kammerthür. „Das bleibt alles stehen und liegen, Ortsvorstand!“

Krumscheid grunzte ein: „Jaowoll!“

„Sie passen auf, daß nix wegkömmt. Hier den Thalerbeutel nehmen wir gleich mit. Und nu allons!“

„Miffert,“ wandte er sich an Peter und legte ihm die Hand schwer auf die Schulter, „Sie sind überführt. Im Namen des Gesetzes verhafte ich Sie!“

Peter rührte kein Glied.