„Nä, nä, kreisch nor net — Kotzdonner, dau sollst net kreischen, Zeih!“ Er stieß mit dem Fuß auf. „Ech haon et jao net e su bees gemaant. Äwer dau moßt mer aach net ontreu gänn — hörste, Zeih, net ontreu. Zeih!“ Er rüttelte sie schon wieder.
„Nä, nä — o mein schien Röckche! Mein Schörz!“
Er ging schon auf die Straße und holte beides. „Dao haste dän Dreck!“
„O Pittchen!“ Sie faßte seinen Kopf und zog ihn zu sich herunter, beide Hände legte sie an seine Wangen. Ganz zart flüsterte sie — es war schon wieder was von dem früheren vergnügten Klang in der Stimme —: „Eweil biste mer widder gud, gäl? On en anner Kleid kaafste mer aach, gäl? E su bal dän Hähr Reisenden widder kömmt. Ech saon der, dän haot Kleider!“ Schmeichelnd rieb sie ihr Gesicht an dem seinen. „Gäl, dau kaafst mer ans?“ Sie wartete auf seine Antwort; als keine kam, warf sie den Kopf zurück: „Dän wollt mer ans schenken!“
Er zuckte zusammen. „Dau sollst kans geschenkt kriehn, dau därfst kans geschenkt kriehn, ech leiden dat net, ech — jao“ — er nickte und kratzte sich nachdenklich hinter den Ohren — „ech kaafen der sälwer ans!“
Mit einem Freudenschrei riß sie ihn ganz zu sich herunter, preßte seine Lippen auf ihren Mund und küßte ihn heiß.
Er lag mit seinem Kopf neben dem Kind in ihrem Schoß; sie streichelte seine Haare und wickelte sie um ihre Finger.
„Gäl, Pittchen, dau kaafst mer ans? Jesses Maria, haon ech en Freid. Pittchen, ech haon dech su liew!“
„On dän Schandarm?“ fragte er leise, noch einmal von einem düstren Argwohn beschlichen.
Sie lachte hell auf. „Dän Lappes! Waaßte, wie dän micht? Kuck hei.“ Sie drückte die Augen heraus, warf sich in die Brust und zwirbelte an ihrer rosigen Oberlippe. „Alleweil micht dän e su. O dän! Hahaha!“