Wie ein Keulenschlag traf es ihn in’s Genick; er brüllte auf: „Nao Oberkail!“

Und mit wem —?! Hatte er denn keine Ohren gehabt, keinen Verstand?! Wie ein Wahnsinniger rannte er in der Hütte umher — nach, ihr nach! Er wollte sich anziehen und fand seine Sachen nicht, wütend warf er alles durcheinander; am liebsten hätte er geweint, wie ein altes Weib.

Da kam Tina.

Erst war er grob, sie ließ sich nicht abschrecken; schlau wie ein Kätzchen umschmeichelte sie ihn. Sie küßte ihn und streichelte ihn; sie sah schön aus in dem Sonntagskleid, mit dem goldenen Kamm in den Haaren und frisiert wie ein Fräulein.

Er wurde schwach. Und hatte er denn nicht auch versprochen, sie mitzunehmen?!

Sie drängte ungeduldig zum Aufbruch. Nur so viel Zeit ließ sie ihm noch, daß er von neuem Feuer anzündete und das Kind loswickelte; die Zeih hatte es ja eingepackt, daß es ersticken mußte.

Dann gingen sie mit einander fort, aber Peter verschloß das Haus sorgfältig und legte sogar die morschen Läden vor.

Sie waren kaum zwanzig Schritt weit, da rief die Leis sie an; die hatte wohl hier auf der Lauer gelegen. Sie war vollständig zum Gehen gerüstet, nur die schönen blonden Haare trug sie unbedeckt, als goldig umstrickende Fäden wehten sie im Herbstwind. Sie sagte, sie wolle auch nach Oberkail, und schloß sich ihnen an, ohne weiter aufgefordert zu sein.

Die schwarze Brun war auch nicht weit. Wenn Tina auch ein noch so wütendes Gesicht machte, die beiden stahlen sich an Pittchens andere Seite.

Und so fanden sich ihrer noch mehrere ein. Die Steffes kam daher, ganz sittsamlich ihr Hubertche an der Hand führend; gleich darauf die Traut, die immer noch ein besonderes Anrecht auf Pittchen geltend machte, von früher her.