Unbeweglich stand seine Mannschaft, Gewehr bei Fuß.
»Stillgestanden – das Gewehrr – üb’r!«
Die Läufe blitzen.
Da – wieder der gellende Knabenruf: »Se han jeladen!«
Hohngelächter. Und nun nachäffendes Geschrei:
»Stillgestanden – das Gewehrr über!«
Wiederum wieherndes Lachen aus hundert Kehlen. Aber auch andre Rufe mischen sich ein; ein Trunkener flucht, ein Aufgeregter heult: »Se schießen auf et Volk!«
»Wie in Berlin,« schreit ein andrer. Und: »Preußen weg, Platz for den Bürjer!« tönt es vielstimmig.
Des Feldwebels Augen funkelten. Er hatte blank gezogen; eine grimmige Lust kam ihn an, dem vordersten Schreier die flache Klinge auf dem Buckel tanzen zu lassen. Sein braunes Gesicht war fahl geworden, die Ader auf seiner Stirn dick geschwollen; er biß die Zähne zusammen, krampfhaft umklammerte seine Rechte die Waffe.
Das dauerte so eine Ewigkeit.