»Preuß’, Preuß’, kß, kß, kß! Ach–tung! Präsentiert das – Gewährrr! Bataillon marrrsch!«

Sie machten die Kommandos ganz gut nach, sie hatten sie oft genug vom Exerzierplatz schallen gehört.

Rinke fühlte die Blicke seiner Mannschaft; die brannten vor gereizter Ungeduld. Ein Wort, ein Kommando – es wäre eine Erlösung gewesen! Aber fest preßte er die Lippen zusammen – Ruhe, Vorsicht, Mäßigung! Er hatte keinen andern Befehl.

Regungslos stand er, wie aus Erz, keine Muskel zuckte, und doch lag Verachtung in seiner Haltung; sie reizte.

Ein paar Fackeln waren aufgetaucht, nun zeigte sich der Platz in hin und wieder huschendem Schein.

»Preußenkerl! Bluthund!«

Aus der hintersten Ecke kommt ein Stein geflogen, aus derselben Richtung schwirrt drohendes Gemurr. Immer drohender wird es. Die hintersten drängen die vordersten – immer näher rückt der Haufen, immer näher.

Jetzt stehen sich die Parteien dicht gegenüber, Auge in Auge.

Schon wieder fliegt ein Stein – gut gezielt – polternd fällt er zwischen die Gewehrstände.

Unwillkürlich packen die Soldaten ihre Waffe fester; des Feldwebels Hand, die die blanke Klinge hält, zuckt.