Würde sein Leben auch einstmals köstlich gewesen sein?! Mit einem unruhigen Blick sah er umher. Der lange Tag hatte sich noch nicht geneigt, goldne Sonne beschien die Wände – noch war es Zeit, noch konnte das Köstliche kommen! Aber hoffentlich bald, bald!
Da ging die Thür. Frau Trina kam zurück mit Gesangbuch und Rosenkranz. Ihre Augen waren gerötet, als hätte sie geweint.
Ihr bekümmertes Gesicht fiel ihm auf. »Käthe,« rief er.
»Wat dann? Willste jett?« Mit einem unsicheren Blick sah sie an ihm vorbei.
»Komm mal her!«
»Ich hab’ jetzt kein Zeit!« Sie stülpte den Hut ab und wischte sich verstohlen über die Augen.
Argwöhnisch betrachtete er sie: kam wohl wieder aus der Beichte? »Was ’s denn los? Hast ja geflennt?«
»Ich –? Och ene!« Sie lachte gezwungen und wollte in die Schlafkammer.
Aber schon war er bei ihr und faßte ihr Handgelenk.
Glühend rot werdend, schüttelte sie ihre Hand. »Laß mich doch! Autsch!«