Je näher dem Rhein, desto größer das Getriebe, desto lauter das ›Zintmäten‹.
An den Bürgerhäusern klingelt es, helle Kinderstimmen erheben den Bittgesang:
»Hier wohnt en reicher Mann,
De ons wohl jett jäwe kann.
Selig soll hä läwe,
Selig soll hä stärwe,
Dat Himmelreich erärwe!«
Bei dem ›Himmelreich‹ steigt die Melodie auf einen hohen Ton, freudig gejauchzt klingt es weit in den Abend. Und die Thüren thun sich auf, und Äpfel, Nüsse, Kastanien, Korinthenstuten und Puffertkuchen fallen in die aufgehaltenen Kittel und Schürzchen.
Um den alten Jan Willem am Markt dreht sich ein wirbelnder Gnomenreigen. Auf den Treppen des Rathauses und des Theaters halten Eltern ihre Kleinsten in die Höhe, und wo die winzige Kinderhand das Laternchen nicht schwenken kann, thut es die kräftige Faust des Vaters.
Zintmäten, Zintmäten! – Da ist keiner zu alt.