Die gesenkten Lider öffneten sich zwinkernd, das matte Auge des Sohnes versuchte, dem Blick des Vaters standzuhalten, aber es füllte sich jäh mit Thränen. Geblendet, verwirrt senkte es sich wieder zu Boden.
»Laß mich eraus,« stöhnte Wilhelm. Alles drehte sich mit ihm, eine peinvolle Übelkeit kam ihn an.
»Gleich kannst du gehen – aber vorerst – vorerst wer’ ich dich lehren – du Bengel – wie man’s Lügen austreibt!« In Schmerz und Empörung sah der Feldwebel um sich: da lag hinter’m Ofen der Stecken zum ausklopfen der Montur.
»Vater, Vater!«
»Schockschwerenot – willst du die Wahrheit sagen?!«
»Ich sag’ se ja – ich sag’ se ja!«
Draußen raschelte es vor der Thür, Mutter und Schwester horchten am Schlüsselloch.
»Jesses, Rinke!« Das war Frau Trinas Stimme. »Mach ens auf, Rinke!«
»Wirst du’s jetzt sagen?« Rinke streckte den Arm nach dem immer mehr und mehr Zurückweichenden aus. »Wo warst du?«
Wilhelm wimmerte: »Vater, Vater!«