Frau Trina saß am Bett mit glücklichem Gesicht; jetzt winkte sie lächelnd ihrem Mann zu – hatte sie nicht recht gehabt, hier war der Ausreißer?!

Hinter dem Kopfende döste der Großvater; er sah ganz verwittert aus, zum verlöschen müde, er und Frau Cordula hatten ja kein Bett gehabt. Hier hatten sie gesessen die ganze Nacht und den Schlaf des Enkels bewacht.

Auf den Zehen, sein Seitengewehr behutsam an sich drückend, schlich der Feldwebel näher. Hatte er doch Lärm gemacht?!

Der Schläfer rührte sich, seine Lippen murmelten Unverständliches; wie Angst huschte es über das hübsche Gesicht, die Brauen schoben sich zusammen, eine tiefe Falte bildete sich an der Nasenwurzel. Er riß seine Hand aus der der Mutter und tastete voller Unrast auf der Decke umher.

»Er is am träumen,« flüsterte die Großmutter.

»Bis still, mein Jüngesken,« liebkoste die Mutter und strich dem Unruhigen ein Locke aus der Stirn.

Der Junge schlug die Augen auf.

»Er is wach!« rief die Großmutter erfreut.

»Er is wach!« wiederholte die Mutter.

Auch der Großvater rappelte sich auf.