Dienen will ich deinem Lobe;
Kannst du mir mein Weib erhalten,
Geb ich dir zweitausend Kronen,
Geb ich mehr noch, geb ich alles!"

Und zum Lager tritt Apone,
Reißt die Decke von der Kranken,
Doch es stürzt sich Rosadore
Über sie mit ihrem Mantel.

Und der Arzt spricht wild im Zorne:
"Was soll hier ich besser machen,
Wo man meiner nur will spotten?
Nackt muß ich die Kranke haben!

Über ihrem Herzen drohend
Einen Flecken von dem Brande
Sah ich schwarz. Sie ist des Todes,
Wenn ich sie nicht heilend salbe!"

"Nimmer," spricht nun Rosadore,
"Sollst du sie berühret haben,
Ihres Herzens heilge Rose
Nimmer sehen, böse Schlange!"

Und erbittert flucht Apone:
"Nun, so soll ich sein verdammet!
Schöne Buhlrin, dir zum Hohne
Sollst du mir zur Seite wandeln!

Du sollst deine Jungfraukrone
Selber mir ins Haus eintragen,
In den Spuren meiner Sohlen
Sollst du liebekrank herwandeln! # liebeskrank?

Abends an mein Lager kommen,
Deinen Leib mir anzutragen,
Und mit Füßen weggestoßen
Sollst du in der Brunst verschmachten!

In der Kirche, vor dem Volke,
auf dem offnen vollen Markte
Sollst du mir verbuhlet folgen,
Wie dem Leibe folgt der Schatten!"

Ihm erwidert Rosadore:
"Mein wird sich der Herr erbarmen;
Vor dem Fluch, den du geschworen,
Wird er seine Magd bewahren!