Freudig laut der Fuhrmann geißelt,
Und das Böcklein zu ihm springt,
Und der Löwe lustgekräuselt
Seinen Schweif zur Jungfrau schwingt.
Wie im Paradiese schweifet
Dort die Schlange lustgeringt;
Weil die Feigen sind gereifet,
Hoch der Rab den Becher schwingt.
Frei strömt, wie zur Hochzeitsfeier,
Berenicens Locke hin,
Und im Klang von Orpheus Leier
Schaukelt trunken der Delphin.
Den Antinous umkreisend,
Hoch des Adlers Fittig klingt,
Der, sie von der Erde reißend,
Götterknaben aufwärts schwingt.
Eine Schlange tragend weilen
Seh den Polyides ich,
Minos lehrte sie ihn heilen,
Dich zu heilen lehrt sie mich.
In der Nordkron goldne Reife
Eine Myrte süß sich schlingt,
Und der Drach mit brünstgem Schweife
Heiß den kalten Pol umringt.
Zu geheimer Liebe Feier
Hell des Altars Glut entglimmt;
Die Südkrone schimmert freier,
Und in Lust der Südfisch schwimmt.
Ihre Scheren brünstig breiten
Krebs und Skorpion zum Licht,
Und der Wolf in Himmelsweiden
Trübt der Lämmer Quelle nicht.
Also glühend sind die Zeiten,
Also brünstig ist das Licht,
Wie die Rose, die den Bräuten
Venus durch die Locken flicht.
Die Granate senkt gereifet
Ihrer Kerne Goldgewicht,
Trunken durch die Blätter schweifet
Amor, der sie taumelnd bricht.