Könntest du mir auch beweisen,
So sei meiner Liebe Ziel,
Möge mich der Stern zereißen,
Der jetzt dort vom Himmel fiel!"

Also sprach er, und es breitet
Apo seinen Mantel hin,
Fing den Stern, der niedergleitet:
"Sieh, was dir ein Stern erschien!

In dem trüben, kalten Schleime
Hier, erkennest du das Licht?
Stürzend durch des Himmels Räume
Wahrlich, dies erschlägt dich nicht!

Alles ist nicht Gold, was gleißet,
Und was glühend dir erschien,
Sich als faules Holz erweiset,
Nahest du dem Wunder kühn.

Und das eben macht den Weisen,
Daß er in dem Sonnenlicht
Kann die Mitternacht beweisen,
In dem Leichten das Gewicht.

Daß selbst in des Lichtes Leichte
Er die Wucht, die niederzieht,
In dem Abgrund auch das Seichte,
In dem Seichten Abgrund sieht.

Sollt ich dich nicht selig preisen,
Wäre solch ein Weib dein Spiel?
Um die Erde möcht ich reisen
Nach so wunderbarem Ziel!

Doch die Jugend möchte steigen,
Um den Himmel zu erfliehn,
Und das Alter muß sich neigen,
Sieht ihn an der Erde blühn.

Willst du nun die Lust erreichen,
Die dir durch die Adern rinnt,
Einen Trank will ich dir reichen,
Der dir ihre Gunst gewinnt.

Läßt du dir das Recht entreißen,
Das dir Lust und Jugend gibt,
Wird dich schwer der Neid zerreißen,
Wenn sie andern sich ergibt.