Und der Hütte Asche hebet
Wild emport der Sturm des Morgens,
Der sich sonst zu wiegen pflegte
In dem Busen tausend Rosen.
Als sie durch den Garten gehet,
Lief um sie die wilde Lohe,
Schlangen, Drachen, sengend, brennend
Blum und Baum und Laubenbogen.
"Pietro, Pietro!" ruft sie bebend,
"Ob er in der Glut gestorben?"
Sieh, bei jener weißen Rose
Steht er, die sie ihm geschenket.
Alle Bäume rings gefället
Hat er zu dem Schutz der Rose,
Und ihr immer Wasser gebend
Geht und kehrt er zu dem Bronnen.
Als die Jungfrau er gesehen,
Spricht er: "Du hast lang verzogen,
Dich zum Opfer einzustellen,
Das zu deiner Ehre lodert!
Alles, was du hast verschmähet,
Hat die Flamme angenommen,
Und sie will mich drum vermählen
Mit der Asche, ihrer Tochter.
Sieh, schon kommen Hochzeitsgäste,
Die Gesellen ohne Sorgen,
Morgenwinde, lustig heben
Sie der grauen Braut die Locken!
Ach, ich lieb sie ohne Ende!
Göttlich ist sie, hochgeboren,
Denn der herrlichste der Helden
Stahl das Feuer von der Sonne.
Meine Braut ist deine Schwester,
Du auch bist des Helden Tochter,
Dem der Geier nagt am Herzen,
Weil das Feuer er gestohlen.
Von den Göttern hoch gesegnet
War die Mutter dir Pandore,
Alle Freuden, alle Wehen
Sind aus ihr nächst dir geboren.