Und erzählt ihm die Geschichte
Dieser wunderbaren Nacht,
Die in einem Traumgesichte
Zu Biondetten ihn gebracht.
Daß die Wunde er empfangen,
Zeigt und fühlte seine Brust,
Was sonst über ihn ergangen
War ihm angstverwirrte Lust.
Und Benone hört mit Schauer
Seiner bangen Worte Hast,
Bis die Tränen seiner Trauer
Lindern seines Herzens Last.
Als der Jüngling lang geweinet,
Da erließ er ihm die Schuld:
"Friede, Herz! Die Sonne scheinet,"
Sprach er: "fühl des Himmels Huld!"
Und zur andern Seite beuget
Rosablanka nun das Knie,
Spricht: "Das Ohr, o Vater, neiget
Einer armen Sündrin hie!"
Sie bekennt ihm die Verirrung
Ihrer Sinne im Gebet,
Wie in seltsamer Verwirrung
Sie seit manchen Tagen geht.
Wie sie in Biondettens Kammer
Heut Verwüstung fand und Schmerz;
Also zeiget sie voll Jammer
Ihm das eigne kranke Herz.
Und vertraut ihm Kosmes Leiden
Und der letzten Nächte Qual,
Bittet ihn, sie zu begleiten
In das stille Tränental.
"Deine Schuld, mein Kind, zu büßen,"
Sprach Benone, "ist genug,
Folgst du fromm mit bloßen Füßen
Rosarosens Leichenug.
Meliore wird dich leiten.
Wenn die Erde sie umschließt,
Will ich dich ins Tal begleiten,
Wo den Vater du verließst."