Alle sollen mich verschreien,
Und um Silber und um Gold
Will ich ihren Festen leihen
Meine Freundin süß und hold!"
Und die Jungfrau spricht: "So sei es!
Lieb ich gleich nicht jenen Ton,
Freut sich gleich des frechen Schreies
Mehr ein freier Musensohn,
Lieb ich lügend doch zu gleißen;
Und zweideutig will ich Gott
Dir in schiefen Weisen preisen,
Mir zum Lobe, ihm zum Spott!
Mit gedrehten Schlangenhäuten
Lasse mir von Apfelholz
Eine Harfe bald besaiten,
Ich bin auf dergleichen stolz.
Ich will die Akkorde greifen,
Daß du mich gewißlich lobst,
Daß der Weiber Augen greifen
Rings nach dem verbotnen Obst.
Und die Männer werden eilen,
Den verrufnen Apfel rot
Mit den Even schnell zu teilen,
Und sie essen sich den Tod!"
Moles spricht nun zu dem Meister:
"Eine Harfe ist besorgt,
Der galanteste der Geister
Hat die seine mir geborgt.
Ist sie gleich ein bißchen heischer,
Ist sie doch vom besten Ton,
Wird die Sängerin erst keuscher,
Wird sie besser stimmen schon.
Aber jetzt, ihr Hochzeitsleute,
Machet mich nicht länger rot!
Apo, es tut uns für heute
Zu studieren noch sehr not!
Denk, wie du vor kurzen Zeiten
Sahst in meinem Horoskop,
Wie die Rose gen uns beide
Drohnd ein dreifach Haupt erhob.