Da sie ihm nun ist geraubet,
Will er nicht mehr grünend leben,
Will er, wie ein Baum entlaubet,
Nimmer wieder Schatten geben.

Und er ist vor uns erschienen,
Hat uns weinend eingeladen,
Alle seinem Leid zu dienen,
Und wir haben uns beraten.

Denn als eine freie Gabe
Gibt der Stadt er seine Gelder,
Liegende und fahrnde Habe,
Seine Häuser, seine Felder.

Alles, was er hat erworben,
Sei ihm auch mit ihr verloren,
Sei ihm auch mit ihr gestorben,
Armut hat er sich erkoren.

Eine Kirche will er bauen,
Wo das Spielhaus ist verbrennet,
Zum Behuf der Klosterfrauen,
Welche man Clarissen nennet.

Und er hat zu diesem Ende
Alle Sicerheit gegeben,
Siegelbrief und Dokumente,
Wo die Gelder sind zu heben.

Und hiefür ward ihm die Bitte,
Seines Schmerzes Trost, gewähret,
Daß mit ungewohnter Sitte
Seine Trauer sei geehret.

Denn die so den Staat bedachten,
Die verdienen solche Ehren;
Solche Bürger hoch zu achten,
Das muß unsre Größe mehren.

Und ich wollte hie verkünden,
Daß im wogenden Gedränge
Sich kein Streiten mög entzünden,
Wo die Straßen krumm und enge.

Denn wir wissen, uns zum Leide,
Daß in unsern treuen Mauern
Zwei Parein zum bösen Streite
Immer auf den Anstoß lauern.