Laßt uns nicht den Tag entwiehen
Einer tugendhaften Toten!
Eintracht möge Gott verleihen
Unser Gruß sei euch entboten!"
Und er winkt mit dem Barette
Und der Herold mit dem Stab,
Und die schmetternde Trompete
Seiner Rede Schluß angab.
Und nun reiten durch die Masse
Herolde und tuen kund
An der Eckejeder Gasse,
Was er sprach, der weise Mund.
Aber aus des Schlosses Bogen
Zieht der Heerwagen der Stadt,
Von acht weißen Stiern gezogen,
Und ein Jauchzen findet statt.
Denn kein Bürger kann ihn sehen,
Wie aus reicher Bilder Zier
Bologneser Flaggen wehen,
Ohne innre Kampfbegier.
Vor dem Wagen ernsthaft schreiten
Acht Trompeter, rot und weiß,
Die acht weiße Stiere leiten,
Dann acht Führer rot und weiß.
Übers Volk, wie aus dem Meere,
Sieht man nun den weiten Wagen,
Ähnlich einer Prachtgaleere,
Mit der hohen Fahne ragen.
Rings mit goldenen Geländern
Er wohl vierzig Reite rfaßt,
Haltend an den vierzig Bändern,
Die sich niederziehn vom Mast,
Der ein silbern Kreuz erhebet,
Das des Lichtes Blick erhellt;
Nieder mit der Fahne wehet
Weiß ein Kreuz im roten Feld.
Und vor dieesr Fahne sitzet
Ein vor allen prächtger Mann;
Wie sein harnisch strahlt und blitzet,
Kaum daas Aug ertragen kann.