Und sie legt die Totenkrone
Zu dem Sarge auf den Wagen:
"Helft, o helft, zu Jacopone
Mir den kranken Jüngling tragen!" —
"Dahin ist nicht durchzudringen,
Alles füllt der rege Zug,
Können wir ihn seitwärts bringen
Ist es Hilfe schon genug."
Pietro nun mit Rosablanken
Machen sich im Volke Raum,
Und er trägt den stillen Kranken
Zum Altare an dem Baum.
Doch es mehrt sich die Verwirrung,
Und es steiget auf den Wagen
Nun der Konsul, dieser Irrung
Ersten Anlaß zu erfragen.
So erhöhet aus der Menge
Sieht er Apo und Biondetten,
Rings in wogendem Gedränge,
Vor dem Pöbel kaum zu retten.
Und er rufet: "Stille! Stille!
Um das Heil der Republik!"
Endlich sieget dann sein Wille,
Und er spricht mit strengem Blick:
"Wer hat unsern Zug zerrissen?
Vor uns ruht des Todes Friede,
Fromm geschmückt, auf schwarzen Kissen,
Und die Seele ist geschieden.
Und ich seh am Arm des Weisen
Hier mit unverschämter Stirne
Unser frommes Fest zerreißen
Eine sündlich bunte Dirne.
Welch ein Blick, von dieser Leiche
Zu dem frechen Weib getragen!
Brücke zu des Teufel Reiche
Aus dem Himmels Tor geschlagen!
Was verlangst du hier, Apone?
Bist in Wahnsinn du gefallen?
Trittst du so einher zum Hohne
Dir alleinig, oder allen?"