Zu dem Wagen, der vor Jahren
Unsrer Schlachten wunde Helden
In Triumpfh herangefahren,
Kann sich nun ein jeder melden.
Ists erhört, in die Monstranzen,
Wo nur wohnt das Sakrament,
Eines Weibes Bild zu pflanzen,
Die im Schauspielhaus verbrennt?
Lambertazzi, Gieremeen,
Wo ist unsrer Ehre Schutz,
Wenn die Staatesflaggen wehen
Über schnöder Leichen Putz?
Rühret euch, ihr tapfern Schläger!
Von dem Wagen mit dem Weib!
Mag der falsche Achselträger
Selbst begraben ihren Leib!"
Also regt mit falschen Reden
Er des Hasses stille Glut;
Allen, di um ihn getreten,
Wallet zürnend auf das Blut.
Und die feindlichen Parteien,
An den Schwertern mit der Hand,
Mit verbissnem Maledeien
Stehn zum Ausbruch angespannt.
In dem Lärm steht unbeweget
Jacopone; wie ein Felsen
In dem Meere sich nicht reget,
Wenn sich Stürme um ihn wälzen.
Doch es wird ihm aufgetragen
Von dem Konsul nun, zu reden,
Und so ist er auf den Wagen
Zu dem Sarge hingetreten.
Doch der Schmerz ihn so durchdringet,
Daß er sich muß niedersetzen;
Alle rings sein Leid bezwinget,
Keiner wagt ihn zu verletzen.
Noch, eh er begann zu sprechen,
Sah mit wild gehobnen Armen
Er das dichte Volk durchbrechen
Seine Freunde, alle Armen.